Hilary Duff - Most Wanted - Cover
Große Ansicht

Hilary Duff Most Wanted


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 49 Minuten
Artikel teilen:
2/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wäre hier ausschließlich Neues zu finden gewesen, dann hätte die Platte sicher eine Bewertung um den Durchschnittswert verdient.

Jeder fängt mal klein an. Die einen versuchen ihr Leben lang berühmt zu werden und haben erst im hohen Alter (wenn überhaupt) Erfolg und andere sind mit 17 Jahren schon Superstars. Und wieder einmal ist die neueste Blümchenpoperrungenschaft eine Züchtung des Disney Channels. Nach Britney Spears und Christina Aguilera gibt es nun die nächste Anwärterin auf den heißbegehrten Teenie-Idol Posten. Die zierliche Dame hört auf den Namen Hilary Duff und ist in Amerika ein Megaseller, was Plattenverkäufe betrifft, obwohl das mit der Musikkarriere gar nicht so geplant war. Mit neun Jahren zieht Hilary mit ihren Eltern nach Hollywood um in der Filmmetropole Fuß zu fassen. Sie bekommt die Hauptrolle in der TV-Serie „Lizzy McGuire“ und spielt sich in die Herzen der Zuseher. Es folgen Auftritte in den Filmen „Caspar Meets Wendy", "The Soul Collector" und natürlich im abendfüllenden „Lizzy McGuire“-Movie. Auf dem dazugehörigen Soundtrack findet sich ein Song („Why Not“) der damals 13-jährigen und Plattenlabels werden hellhörig. Der musikalische Durchbruch gelingt ihr dann mit dem Song „Santa Claus Lane“ zum Film „Santa Clause 2“. Der Track wird 2002 Träger für ein Weihnachtsalbum und veröffentlicht. Ein Jahr darauf erscheint dann Platte Nummer zwei mit „Metamorphosis“ und genauso lang müssen Fans auf die dritte, selbstbetitelte Platte „Hilary Duff“ warten.

Kluge Marketingexperten hielten es aufgrund des großen Erfolges von Miss Duff notwendig jetzt schon ein Best-Of unter die Menschen zu bringen. Oder soll es etwa doch keins sein? 13 Titel bietet das Machwerk und bis auf drei („Break My Heart“ Wake Up“ „Beat Of My Heart“) findet sich nichts Neues darauf. Weitere drei Tracks wurden neu arrangiert und liegen nun in einem „2005 Remix“ vor, der Rest ist auf den letzten beiden Alben zu finden. Ein Grund für diese fragwürdige Ansammlung von alten, aufgepeppten und neuen Songs ist wohl die derzeitige (Still) Most Wanted – Tour auf der sich Hilary befindet und damit die Kasse klingelt musste wohl was „Neues“ her.

Sieht man mal von dieser Tatsache ab, so bietet, sofern man noch nie was von der jungen Dame gehört hat, das Album vereinzelt wirklich nette, kleine Popsongs, die auch ins Ohr gehen, schließlich wurden einige der bekanntesten Songwriter (Meredith Brooks, Charlie Midnight (Joe Cocker, James Brown, Joni Mitchell), The Matrix (Avril Lavigne, Christina Aguilera), Chico Bennett (Madonna, Usher, Destiny’s Child), John Shanks (Michelle Branch), Kara DioGuardi (Celine Dion, Enrique Iglesias)) eingeladen um Hilary auch trällernd ein hübsches Gesicht zu verleihen, denn die hart umkämpfte Fangemeinde darf nicht enttäuscht werden. Dass das Ergebnis dieser Compilation unterm Strich trotzdem als nicht sehr umwerfend gewertet werden darf, ist ziemlich enttäuschend. „Wake Up“, „Our Lips Are Sealed“, „The Getaway“ und „Break My Heart“ hören sich wie abgestandenes Cola an ohne den Hauch von Frische zu versprühen. Wenn so ein Best-Of aussieht sollte man sich besser nach einer anderen Einnahmequelle umsehen.

Mit etwas dünnen Texten wie „Any moment / everything can change / feel the wind on your shoulder / for a minute / all the world can wait / let go off your yesterday“ und „Selbstbewusstsein-Aufbausongs“ wie „Girl Can Rock“ oder „So Yesterday“ soll wohl augenscheinlich eine jüngere, vorrangig weibliche Zielgruppe angesprochen werden. Dadurch wird es Hilary wohl schwer haben ihr Image abzulegen und ernstere Gefilde zu erforschen. Ihren Managern wird es egal sein. Hauptsache die Kids hören sie und die Eltern legen „Most Wanted“ unter den Weihnachtsbaum. Wäre hier ausschließlich Neues zu finden gewesen, dann hätte die Platte sicher eine Bewertung um den Durchschnittswert verdient, aber angesichts des dürftigen Materials, das bei weitem nicht überzeugt, ist eine Wertung jenseits der 2 nicht gerechtfertigt.

Anspieltipps:

  • Mr. James Dean
  • Come Clean (Remix 2005)
Neue Kritiken im Genre „Pop“
7.5/10

Colors
  • 2017    
5/10

Mints
  • 2017    
Diskutiere über „Hilary Duff“
comments powered by Disqus