Sandra Nasic - The Signal - Cover
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Sandra Nasic The Signal


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 46 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Sandra Nasic war zehn Jahre lang die Frontfrau und das Aushängeschild der Göttinger Crossover-Rocker Guano Apes. Nach dem überraschenden Aus der erfolgreichen Band im Jahr 2004 war relativ schnell klar, dass Sandra solo weitermachen würde. Dennoch sollte es drei Jahre und diverse Kollaborationen u.a. mit T.Raumschmiere, Apocalyptica und DJ Tomekk dauern, bis mit „The Signal“ das erste Soloalbum der 31-Jährigen in die Läden kommt.

Warum es am Ende so lange bis zum Debüt dauerte, berichtet die Sängerin selbst: „Ich wollte ohne Ablenkung alleine arbeiten und begann nach einer einjährigen Pause, fernab vom Plattenbusiness und irgendwelchen Erwartungen, in Ruhe zu komponieren. Die größte Schwierigkeit war, Rockmusik ohne Band im Proberaum zu schreiben“, erklärt sie. „Ich musste erst einmal mein Bass- und Gitarrenspiel verbessern. Am Anfang habe ich mir sehr viel Zeit gelassen, eine Menge Dinge ausprobiert und auf eine ganz unbefangene Art habe ich dabei die Musik für mich völlig neu entdeckt.“

Dass Sandra Nasic nicht im Stil der Guano Apes weitermachen würde, war bereits bei ihren unterschiedlichen Projektbeteiligungen absehbar. Dass sie sich jedoch so weit von ihren Wurzeln entfernen würde, ist kommt trotzdem überraschend. So ist die Doppel-A-Seiten-Single „Fever/The name of my baby“ tatsächlich der letzte verbliebene Link zu ihrer erfolgreichen Vergangenheit als Rocksängerin. Denn mit dem Dutzend Songs auf „The Signal“ legt die deutsch-kroatische Sängerin eine unhomogene Mischung aus Rock („Fever“), Electronica („Big city“) und poppigem Balladenkram („Stop the crying“) aufs Parkett, die musikalisch einen absoluten Neuanfang darstellen.

Das alleine wäre ja noch nicht schlimm, wären die meisten Tracks, die zusammen mit internationalen Songwritern und Produzenten wie Christian Neander, Steve Lironi, Pelle Gunnerfeldt, Oliver Pinelli und Patrik Berger entstanden sind, nicht von absolut enttäuschendem Songwriting geprägt. Da macht sich schnell Ernüchterung breit. Denn weder die elektronischen Klänge, noch die Melodien, geschweige denn die Beats sind von überdurchschnittlicher Klasse. Bei aller Sympathie für eine der charismatischsten Sängerinnen Deutschlands, aber „The Signal“ kann zu keiner Zeit begeistern und mitreißen schon gar nicht. Das Album ist weder wild, noch aufregend, sondern eine ganz bittere Pille in Form von stumpfem Electro-Rock, der direkt in die Sackgasse führt.

Anspieltipps:

  • Fever
  • Stop the crying
  • The name of my baby
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