Texas - Red Book - Cover
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Texas Red Book


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Diese Werk wird vermutlich niemanden gefallen.

Das siebte Studioalbum der schottischen Band Texas hat nach zwei Jahren Wartezeit nicht nur bei den Fans große Erwartungen geweckt. Die bisher so erfolgreiche Karriere der Gruppe begann schon 1986, nur der Sound hat sich vom fast blueslastigen Gitarrensound zum kantenlosen 08/15-Pop gewandelt. Leider, denn die Combo um Frontfrau Sharleen Spiteri, Bassist und Songschreiber Johnny McElhone, Gitarristin Ally McErlaine lässt ihren neuen Keyboarder Michael Bannister sein komplettes Arsenal an Künstlichkeiten auf dieser CD ausbreiten, dass es einem schlecht wird. Kaufhaus- oder Fahrstuhlmusik lautet das schreckliche Urteil, denn es klingt alles nach einem Abklatsch von „Summer son“; Popmusik ohne Wiedererkennungswert und Seele. Es bleibt einfach nichts haften, weder Melodie noch Refrain.

Die Sängerin hat eine sehr gute Stimme, aber was hilft das? Diese schöne Stimme wird durch Effekte unterstützt, obwohl sie das gar nicht nötig hat oder die Stimme wird von ihr selbst gedoppelt, aber was soll das? Frau Spiteri und die ganze Band haben sich tatkräftig an dem Entstehen aller Songs beteiligt, doch auch die illustre Produzentenriege von Dallas Austin (Gwen Stefani, Anastacia), Mike Hedges (The Cure), Spike Stent (U2, Björk), Brian Higgins (Sugababes) bis Ash Howes (Atomic Kitten, Natalia Imbruglia) konnten augenscheinlich nur Kommerzpop mit elektronischen Einschlägen der schlimmsten Sorte erschaffen.

Die erste Singleauskoppelung „Getaway“ erzeugt wirklich sofort ein Dèjávu bezüglich „Summer Son“ und klingt sehr beliebig. Es findet sich kein Song, der nicht vom Elektroklangteppich der Keyboards oder dem Drumcomputer zugekleistert wird. Es ist selten, dass keiner der zwölf Songs empfohlen werden kann, aber dieser Longplayer schafft es, einem sämtliches Erinnerungsvermögen an irgendeinen der einzelnen Tracks zu nehmen. Das 1997er Album „White On Blonde“ kann daher für Fans als Ersatz-CD herhalten, weil das neue Werk wirklich niemanden gefallen wird.

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