Status Quo - The Party Ain´t Over Yet - Cover
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Status Quo The Party Ain´t Over Yet


  • Label: Sanctuary Records
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn man etwas, dass man erreicht hat, so erhalten will wie es zur Zeit besteht, nennt man das Status Quo. Das kommt aus dem lateinischen und heißt soviel wie „bestehender Zustand“. Auf der Suche nach Bandnamen sind die Künstler dieser Welt schon immer sehr einfallsreich gewesen. Das man diesen als Künstler zum Programm macht, ist auch nicht neu. Auf die Spitze treiben lässt sich es ebenfalls, es kann aber auch passieren dass sich nach fast 40 Jahren Bandgeschichte mit ein und demselben Sound 112 Millionen Tonträger verkauft haben.

Rick Parfitt und Francis Rossi, die einzigen Konstanten in der Besetzung, haben ihr eigenes Klangkonzept und das ist nahezu penetrant perfektioniert worden. Mit erfrischenden Gitarrenlicks und einprägsamen Melodien, die sich im Bluesrock mit Boogie-Rhythmus ansiedeln, haben Status Quo Musikgeschichte geschrieben. „In the army now“, „What you're proposing“, „Caroline“, „Roll over lay down”, „Rockin´ all over the world” sind nur eine kleine Auswahl einiger ihrer größten Hits. Was aber fasziniert und gleichzeitig polarisiert, ist der Umstand, dass hinter den Songs immer dieselbe Idee und der gleiche Aufbau steht. „Never change a winning team“ müssen sich die Herren wohl gedacht haben – nicht nur wegen des Bandnamens.

Anders als zum Beispiel Modern Talking, die bestenfalls eine erfolgreiche Single verwursteten und mit anderen Texten veröffentlichten, schafft es das Quintett, das in der derzeitigen Besetzung mit Rock Parfitt (Gesang, Gitarre), Francis Rossi (Gesang, Gitarre), Andy Brown (Gesang, Keyboard), John Edwards (Gesang, Bass) und Matt Letley (Schlagzeug) noch immer für ausverkaufte Hallen sorgt, dass die neuen Stücke immer wieder knackig klingen und in Windeseile den Status von Evergreens erreichen.

Nicht anders natürlich auf dem bereits 27. Studioalbum „The Party Ain´t Over Yet“, das augenzwinkernd auf das 40-jährige Jubiläum hinweisen soll. Wieder wurden 13 Songs geschrieben und auf einer Platte zusammengeführt, die ein mal mehr zeigt, wo die Stärken des Fünfers liegen: Gitarrenorientierte Rocksongs, die dermaßen mitreißen und schwungvoll sind, können nur von Status Quo kommen.

Auch wenn der Sound vor 5, 14 oder 29 Jahren derselbe war. Es ist immer wieder eine Freude, etwas Neues von ihnen in die Finger, beziehungsweise um die Ohren zu bekommen. Mit „This is me“ gibt es diesmal sogar eine waschechte Ballade und „Nevashooda“ bedient sich ganz klar Country-Einflüssen. Die Highlights von Status Quo sind seit eh und je solche Stücke, die sich strikt an das althergebrachte Band-Prinzip halten und nur minimal abgeändert wurden. „Gotta get up and go“, „Belavista man“, „Goodbye baby“, „You never stop“ oder „Cupid stupid“ legen darüber ein hervorragendes Zeugnis ab, bei denen sich der eingefleischte Fan zu Hause fühlt.

Manche werden „The Party Ain´t Over Yet“ wohl bald auf „Heavy Rotation“ setzen, bei anderen hingegen wird die Platte nicht mehr in den CD-Player zurückkehren, da die alten Klischees zum wiederholten Male bedient werden. Was bleibt einem anderes übrig, als deshalb für die Bewertung die goldene Mitte zu wählen?

Anspieltipps:

  • Belavista Man
  • Cupid Stupid
  • Gotta Get Up And Go
  • The Bubble
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