The Departure - Dirty Words - Cover
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The Departure Dirty Words


  • Label: Parlophone/EMI
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ob Hype oder nicht; Fakt ist: Es mehren sich die Newcomer aus britischen Gefilden. Nach dem Erfolg im Vereinigten Königreich wurden meist auch die hiesigen Plattenkäufer auf die neue Generation von BritPop aufmerksam. Nach Franz Ferdinand, Bloc Party und anderen Durchstartern sind nun The Departure an der Reihe, um es den Vorgenannten nachzumachen. Drei Hitsingles eroberten die britischen Top 40 mit Leichtigkeit und das erste Album „Dirty Words“ verspricht einen ähnlichen Erfolg.

Kühle Gitarren, die wie von Sinnen in Effekten baden, und ein kompaktes Rhythmusgefüge geben dem Opener „Just like TV“ eine mitreißende Dramatik, welche von Sänger David Jones elegant inszeniert wird. Auch „Talkshow“ und „All mapped out“ lassen taktvolles Songwriting und Dynamik aufblitzen. Wieder einmal sind es die Gitarren, die am laufenden Band Harmonien liefern und den Stil von New Wave/Post Punk aufgreifen, ohne neue Feinheiten vermissen zu lassen.

Melancholisch und zum Träumen einladend begibt sich „Arms around me“ auf eine Reise in Richtung Herzschmerz, um gleich in „Lump in my throat“ wieder beherzt loszurocken. Die Breaks kommen geradewegs um die Ecke, hinter der manchmal die Eintönigkeit thront. Doch diese kann im letzten Moment ausgebremst werden. Beatmäßig können die Jungs aus Northampton stets punkten. Das beweist auch das mit einem blechernden Drumming startende „Be my enemy“, welches zwischen ruhiger Grundstimmung und von sägenden Gitarren aufgepeitschter Energie in das Ziel einläuft. „Time“ erstrahlt im Angesicht von süßlicher Demut und lässt die dunkle Seite des Herzens befriedigt zurück. Es darf gelitten werden. Obgleich es damit binnen kürzester Zeit beim finalen „Dirty words“ vorbei sein sollte, um nicht von tanzenden Freunden klassischer Beatmusik aus den klagenden Träumen gerissen zu werden.

Wenn man eben diesem Szenario aus dem Weg gehen konnte, bleibt ein zufriedener Eindruck zurück. The Departure schaffen es, im engen Raum von aktuellen Veröffentlichungen aus dem Königreich einen eigenen Charme zu offerieren. Die fünf Herren zeigen Gesicht und Spielfreude, die in einigen Hits mündet. Für den Moment wieder eine Entdeckung für die Fans von den in der Einleitung genannten Bands, zumindest bis zum nächsten Release von der Insel...

Anspieltipps:

  • Just like TV
  • All mapped out
  • Dirty words
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