Sons And Daughters - The Repulsion Box - Cover
Große Ansicht

Sons And Daughters The Repulsion Box


  • Label: Domino/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 32 Minuten
Artikel teilen:
8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Der schottische Vierer bahnte sich nach der EP „Love The Cup“ kürzlich den Weg zu ihrem ersten Longplayer „The Repulsion Box“. Die 10 Songs tönen rau und zeigen uns die ursprüngliche Kraft von Livemusik auf einen Tonträger gebrannt. Auf Domino Recording, wo auch Franz Ferdinand beheimatet sind, erschienen, sind Sons And Daughters nun in aller Munde.

Dass dieser Zuspruch gerechtfertigt ist, wird uns gleich im Opener „Medicine“ klar. Das Schlagzeug gibt den Weg vor, während Adele Bethel und Scott Paterson sich einem Zweikampf am Mikrofon hingeben. Voller Inbrunst und mit einfachsten Mitteln wird man mitgerissen und vorerst nicht mehr losgelassen. Denn auch das zweite Stück „Red receiver“ sollte im Indiehimmel seinen ewigen Platz finden. Wenn im Mittelteil nur leise die Gitarre sowie Handclaps erklingen und Adele danach zum emotionalen Finale ausholt, bleibt keine Tanzfläche leer und kein Herz unberührt.

„Dance me in“, die erste Single aus dem Album, ist genau der richtige Song für eine Auskopplung, beinhaltet dieser Track doch alle herausragenden Elemente der jungen Band aus Schottland. Da ist der mitunter in positiver Weise ausufernde Gesang, die toughen Drums und diese Mischung aus erdigem Folk- sowie Bluesrock. Direkt vom Proberaum in das Studio heißt die aufgehende Devise, mit der sich Sons and Daughters ohne Umschweife dem Hörer erschließen. Rhythmisch arrangiert und mit lauernder Gitarre versehen rockt das mit einem schicken Instrumentalteil verzierte „Taste the last girl“, während „Monsters“ sich wellenartig steigert und uns letztendlich gar als Wall of Sound gegenübersteht. Man merkt den Söhnen und Töchtern die beträchtliche Liveerfahrung an, die sie direkt auf das Album übertragen haben.

Unverblümt trotzig ist diese Scheibe. Sie erobert jeden, der die Essenz der Rockmusik in ihrer ursprünglichen Form noch in seinem Herzen trägt. Man ist begeistert und weiß nun auch, warum Alex Kapranos von den erfolgserfahrenen Franz Ferdinand so von dem Quartett aus Glasgow schwärmt. Man braucht für eine solch emotional ansprechende Platte nicht mehr als 32 Minuten, zumindest so lange es noch die Repeat-Funktion und die vorhergehende EP „Love The Cup“ gibt.

Anspieltipps:

  • Red receiver
  • Rama Lama
  • Dance me in
  • Monsters
Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
Diskutiere über „Sons And Daughters“
comments powered by Disqus