Grateful Dead - Truckin´ Up To Buffalo - Cover
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Grateful Dead Truckin´ Up To Buffalo


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 157 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

In alter Live-Tradition stehen auf dem vorliegenden Doppelalbum massenhaft Songs aus der gesamten Schaffensperiode der Band.

Im Juli des Jahres 1965 gab eine unscheinbare Band aus San Francisco namens The Warlocks ihr erstes Konzert. Wenig später benennt sie sich in The Grateful Dead um und wird im Laufe der nächsten 40 Jahre zum größten Mythos in der Rock'n'Roll-Geschichte. Als endlos tourende Hippie-Kommune ziehen The Dead begleitet von der wohl treuesten Fangemeinde aller Zeiten – den „Deadheads“ – um die Welt. Sie predigen den Flower-Power und tragen den Wahlspruch des „Summer of Love“ in ihren Songs und in ihren Herzen: „Love, Peace & Unity“. Dennoch floppen ihre ersten Alben gnadenlos…

An der Spitze der Band stand Jerry Garcia (Vocals, Gitarre). Zum ersten Line Up gehörten zudem Bob Weir (Gitarre), Ron McKarnan (Keyboards), Phil Lesh (Bass) und Bill Kreutzmann (Drums), der wenig später von Ken Kesey ersetzt wird. Mit dem Live-Album „Live/Dead“ gelingt es die Flower-Power-Gemeinde auf ihre Seite zu ziehen. Mit ihren drogengeschwängerten, epischen Psychedelic-Sounds werden The Grateful Dead schnell zur Kultband. Leider schafft es die Band nur selten, dieses Flair auf ihren Studioalben einzufangen. Das führt dazu, dass The Dead in den folgenden Jahren von einer treuen Fanschar von Konzert zu Konzert begleitet wird. Bootlegs von The Grateful Dead werden zum begehrten Sammlergut. In den 70er Jahren macht die Band einige Umbesetzungen durch, unter anderem wegen des drogenbedingten Todes von Keyboarder Ron McKarnan. Auch der neue Keyboarder Brent Mydland stirbt 1990 an einer Überdosis, während Band-Boss Jerry Garcia immer mehr Zeit für den Drogenentzug aufbringt. Am 9. August 1995 verliert er den Kampf. Die verbliebenen Bandmitglieder sorgen in der Folgezeit dafür, dass der Nachschub an Live-Aufnahmen nicht ausgeht. Der Mythos The Grateful Dead wird dadurch am Leben gehalten.

Eines dieser denkwürdigen Live-Erlebnisse war das Konzert in Orchard Park, New York, im Rich Stadium, am 4. Juli 1989, auf der „Famous Summer 1989 Tour“. Mit der Veröffentlichung als Doppel-CD (als VHS Video ist das Konzert bereits seit Jahren auf dem Markt) würdigt Rhino damit das 40jährige Bestehen von The Dead, indem man den Auftritt erstmals in voller Länge zur Verfügung stellt. Das historische Konzert fand am Unabhängigkeits-Nationalfeiertag der USA statt. Ein gebührender Rahmen für einen der wohl stärksten Grateful-Dead-Auftritte in den 80er Jahren.

In alter Live-Tradition stehen auf dem vorliegenden Doppelalbum massenhaft Songs (um genau zu sein 21 Stück) aus der gesamten Schaffensperiode der Band. Das sind natürlich nicht nur Perlen – was auch die Fans wissen –, aber oftmals ganz herrliche Improvisationen, die aus müden Studiotracks grandiose Tunes zaubern. Neben eigenen Klassikern wie „Space“, „Touch of grey“, „Deal“, „Ship of fools“ und „Terrapin station“ und einem ellenlangen Drum-Solo (9 Minuten – das waren die 80er Jahre!!), sind dies auch coole Coverversionen wie zum Beispiel „Not fade away” (Tom Petty), „All along the watchtower” und „When I paint my masterpiece” (Bob Dylan), die das Konzert zu etwas Besonderem machen. Da stören dann auch etwas langatmige Gniedelsongs („Cold rain and snow“, „Row Jimmy“) nicht sonderlich.

Anspieltipps:

  • U.S. Blues
  • Walkin’ blues
  • Looks like rain
  • Greatest story ever told
  • All along the watchtower
  • When I paint my masterpiece
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