Tom Vek - We Have Sound - Cover
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Tom Vek We Have Sound


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„We Have Sound“ sind 40 Minuten, die man bestens dazu nutzen kann, Musik in ihrem reinsten Innenleben zu spüren.

Tom Vek, der 23jährige Antistar aus dem südwestlichen London, ist die Ehrlichkeit in Person. Der Kunststudent fing in der Garage von seinem Vater an, deren Sound er auch heute noch mit Hilfe von Produzent Tom Rixton einfängt. Die Sounds sind naturbelassen, direkt und stets mit einem Bein im Funk. Individuell realisiert Tom Vek seine Visionen, die keine Klischees und stilisierte Trends benötigen, um Gehör zu finden.

Das Schlagzeug scheppert im besten Sinne von Rock ´n Roll. Es vermittelt eine Stimmung, wie sie direkter nicht sein könnte. Man glaubt, sich direkt in Familie Veks Garage zu befinden, während man „C-C (You set the fire in me)“ lauscht. Der Gesang tönt zurückhaltend und erobert den Hörer trotzdem. Ein einfaches Riff und der Drumbeat in „I ain´t saying my goodbyes“ lassen die Hüften wippen. Man denkt an heiße Nächte in kleinen, stickigen Clubs und erlebt einen intensiven Tom am Mikro. Die Zurückhaltung vom ersten Track ist verschwunden, Tom Vek leidet und schmachtet in besitzergreifender Form.

Dieser Mann atmet Musik, so dass er keine Mitstreiter braucht und völlig autark die Gedanken zu Tönen formt. Der Funk kommt in „A little word in your ear“ voll zum Zuge. Es swingt in Verbindung mit der allgegenwärtigen Punk-Attitüde. Die Gitarre hält Augenkontakt zum Gesang und diese verstehen sich gar prächtig. Eine lustvolle Komponente ist nicht zu überhören und diese spricht unverblümt auch die Damen und Herren vor der Stereoanlage an. Let´s groove, Baby!

Kommen wir nun zum wichtigsten Stück des Albums: “On the road” ähnelt einer Session und ist gleichwohl fließend. Sehr persönlich widmet sich Tom diesem Track, da es seiner Aussage nach ein „unverändertes Abbild des Musikmachens in der alten Garage“ darstellt. Zart werden die Saiten gezupft, während der Bass sich in den Vordergrund schiebt. Sehr reduziert und gerade deswegen so unaufhörlich interessant erklimmt dieser Song den Gipfel. Man erkennt nach und nach die kleinsten Details und wünscht sich, nur einmal in dieser Garage dabei gewesen zu sein, der er auch dieses Album verdankt.

„We Have Sound“ sind 40 Minuten, die man bestens dazu nutzen kann, Musik in ihrem reinsten Innenleben zu spüren. Es geht um mehr als die einfach gehaltenen Stücke. Es geht um die Schönheit von verschmolzenen Genres und die Erhaltung eines Edelsteines, ohne ihn durch tausendfaches Polieren seiner Faszination zu berauben.

Anspieltipps:

  • I ain´t saying my goodbyes
  • A little word in your ear
  • On the road
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