Madonna - Confessions On A Dancefloor - Cover
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Madonna Confessions On A Dancefloor


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 56 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Was macht eine Musikerin, die zwei Kinder hat und 47 Jahre alt ist? Kinderlieder? Country? Nein, sie ernennt sich zur Discoqueen! Bisher hat es doch immer geklappt, Trendsetterin Madonna hatte immer das richtige Näschen für angesagte Mode- und Musikrichtungen, aber nun scheinen nur die unwahrscheinlich aufwändige Werbung für ihr neues Werk und ihr guter Name, den sie sich hart erarbeitet hat, die einzigen Erfolgsgaranten zu sein.

Das letzte Album „American Life“ glänzte durch politische Texte und die Verbindung von elektronischer und handgemachter Musik. Ideengeber war damals der Franzose Mirwais Ahmadzai. Das neue Album „Confessions On A Dancefloor“ der Popikone wurde diesmal von Stuart Price (Zoot Woman, New Order), Christian Karlsson, Pontus Winnberg (beide Britney Spears) und Mirwais Ahmadzai produziert und enthält zwölf Songs. Die erste Singleauskoppelung „Hung up“ enthält ein ABBA-Sample aus dem Hit „Gimme, gimme, gimme“. Dieser trägt das Stück fast alleine, ein starker Auftakt für Frau Ciccone. Der zweite Track „Get together“ bewegt sich eher im Trance- als im Dancepopbereich und verliert ein wenig das Tempo. Er gehört aber eher zu den guten bzw. überdurchschnittlichen Songs dieses Longplayers.

Die CD wirkt überproduziert und gute Songideen lässt die schon 20 Jahre im Musikbusiness erfahrene Madonna vermissen. Die verschiedenen Produzenten dieser Scheibe bringen leider nicht so viel Abwechselung wie gewünscht und so plätschert das ganze Album so dahin. Auch der bisherige Erfolgsgarant Mirwais kann das Werk nicht retten. Von Madonna, genau wie von Robbie Williams, erwartet man einfach mehr als Durchschnitt. So hat zum Beispiel die Hymne „I love New York“ einen simplen Text und leider auch einen ebensolchen Beat – die Vorstadtdisko oder auch die Pet Shop Boys lassen grüßen.

Nur das letzte Stück dieser neuen Versuche einen Trend zu setzen („Like it or not“), verfügt über Hitpotenzial: Madonnas Stimme thront über treibenden Beats, so sollte es immer sein. Nur klingen die übrigen Songs viel zu beliebig, um die erwähnten hohen Ansprüche der Fangemeinde und der Kritiker zu befriedigen. So bleiben lediglich Durchschnittsbeats und wenig neue Ideen der Popdiva übrig, die sich anscheinend zu sehr auf ihre Remixer bzw. renommierten Produzenten verlässt.

Anspieltipps:

  • Hung up
  • Get together
  • Like it or not
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