Xandria - India - Cover
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Xandria India


  • Label: Drakkar/SonyBMG
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf „India“ können die Bielefelder ihre Schwachpunkte weitgehend ausmerzen.

Xandrias zweites Album „Ravenheart“ (2004) hielt sich wochenlang in den deutschen Charts und kletterte auf einen beachtlichen 36. Rang. Natürlich profitierte die Bielefelder Band dabei vom Erfolg vergleichbarer Acts wie Nightwish und Within Temptation – auch wenn Lisa Middelhauve (Vocals), Marco Heubaum (Gitarre), Nils Middelhauve (Bass), Philip Restemeier (Gitarre) und Gerrit Lamm (Drums) das gar nicht gerne hören. Dennoch muss es der Pionierarbeit dieser Gruppen zugeschrieben werden, dass bombastischer Symphonic-Metal mit operettenhaften weiblichen Lead-Vocals auf breiter Ebene so gut ankommt. Dass es dazu natürlich auch einer gewissen eigenen Qualität bedarf, steht dabei außer Frage. Eine Qualität, die Xandria in der Tat vorweisen können, auch wenn „Ravenheart“ nicht gerade zu den abwechslungsreichsten Werken des Genres zählte.

Auf dem Nachfolger „India“ können die Bielefelder diesen Schwachpunkt weitgehend ausmerzen. Die 12 neuen Tracks kommen deutlich vielseitiger und mehr in Richtung Heavy Metal gehend daher. Sängerin Lisa Middelhauve geht dem imaginären Wettstreit mit Tarja Turunen (Nightwish) aus dem Weg, immer höhere Noten auf der Tonleiter zu erklimmen. Ihr Gesang ist wesentlich angenehmer und nervenschonender als noch auf „Ravenheart“. Nur selten verzettelt sich die Band in biederer Brachial-Romantik („The end of every story“). Grundlage für diesen Wandel ist die neue musikalische Ausrichtung, die sich vom klassischen Symphonic-Metal („Winterhearted“) verabschiedet und zunehmend Einflüsse von Irish Folk („Like a rose on the grave of love“), Gothic („In love with the darkness“) und fast schon radiotauglichen Pop-Arrangements („Who we are “) verarbeitet.

Alles in allem klingt „India“ dadurch wesentlich organischer als der Vorgänger. So wurde zum Beispiel anstelle eines Konserven-Orchesters aus den Untiefen moderner Studiotechnik mit dem Filmorchester Babelsberg zusammengearbeitet, was dem Sound hörbar gut tut. Ein echter Meilenstein ist zwar auch „India“ nicht geworden, aber die Kurve zeigt eindeutig nach oben.

Anspieltipps:

  • Dancer
  • Now & Forever
  • Black and silver
  • Like a rose on the grave of love
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