The Fray - How To Save A Life - Cover
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The Fray How To Save A Life


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Was bleibt, ist ein zwiespältiger Eindruck, denn das Erinnerungsvermögen speichert nur den guten ersten Teil des Albums und sonst nichts.

Sänger und Pianospieler Isaac Slade, die Gitarristen Joe King und Dave Welsh, sowie Drummer Ben Wysocki bilden seit 2002 die Band „The Fray“. Aus Denver in Colorado stammend, kann ihr Musikstil in die Kategorie Keane (inklusive Gitarre), Coldplay oder U2 einsortiert werden. Sänger Slade erinnert stimmlich ein wenig an Chris Martin von Coldplay, aber auch an Adam Duritz von der kanadischen Band Counting Crows. Das Debütalbum „How To Save A Life“ wurde von Mike Flynn und Aaron Johnson, beide auch noch recht unbekannt, produziert.

Die vier Amerikaner versuchen sich tatsächlich am BritPop oder ist das melodiöser Piano-Pop? Die obengenannten Bands sind natürlich eine Nummer zu groß, aber wenn die ersten Töne erklingen und die ersten vier Songs gelaufen sind, ist man positiv überrascht, wie abwechselungsreich diese komponiert sind. Die Gründungsmitglieder und Köpfe der Band, Isaac Slade und Joe King, haben die zwölf Tracks selbst geschrieben. Nur ist es nicht möglich, das Niveau bis zum Schluss zu halten, da der Mittel- und Schlussteil des Albums zu wenig qualitativ herausragende Songs bietet, um Begeisterung beim Hörer auszulösen. Da müssen mehrere Hördurchgänge schon sein, aber das deckt auch die Schwächen des Songwritings auf: der Aufbau – ruhiges Pianogeklimper, Temposteigerung bis zum Refrain, wo die Gitarren verstärkt eingesetzt werden – ist oft derselbe. Da passiert es schon schnell, dass man sich satt hört.

Der Song „Little house“ fällt aus dem üblichen Schema, da ausnahmsweise die Gitarren deutlich härter gestimmt werden, aber das ganze dauert auch nur 2½ Minuten. Die bereits erwähnten Instrumente (Gitarre, Piano und Drums) bestimmen größtenteils den Ablauf der Tracks. Der gute Sänger Issac Slade wirft dazu noch sein Talent in die Waagschale. Ähnlich wie bei Keane ist das Piano das herausragende Element.

Was bleibt, ist ein zwiespältiger Eindruck, denn das Erinnerungsvermögen speichert nur den guten ersten Teil des Albums und sonst nichts. Also ist der schmale Grad zwischen Durchschnitt und hoffnungsvollem Debüt leider nicht überschritten worden. Zwar ist zweifelsohne Talent zum Songschreiben vorhanden, nur reicht es nicht, andere zu kopieren oder eine musikalische Idee nur zu wiederholen.

Anspieltipps:

  • Over my head
  • How to save a life
  • All at once
  • Little house
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