OutKast - Idlewild - Cover
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OutKast Idlewild


  • Label: Zomba/SonyBMG
  • Laufzeit: 78 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Rapper und Produzenten Dre (Andre Benjamin) sowie Big Boi (Antwan Patton) lernen sich Anfang der Neunziger an einer Highschool in Atlanta kennen, haben kurzerhand die vielzitierte musikalische Vision und gründen das Duo Outkast. Man könnte fast meinen, der Rest ist Geschichte, denn schon mit dem Debüt „Southernplayalisticadillacmuzik“ (1994) erhalten sie in den USA Platin und etablieren sich mit ihrem funkigen, doch auch spacigen HipHop. Weitere Erfolge, darunter das wohl künstlerisch am eindringlichste Album „Aquemini“ (1998) pflastern den Weg von Dre und Big Boi, werden jedoch in kommerzieller und europäischer Hinsicht vom 2000´er Longplayer „Stankonia“ mit der heute noch nachhallenden Single „Ms. Jackson“ getoppt.

Outkast gehen mit Eminem auf Tour und kosten ihren Erfolg aus. Allerdings ist gerade in den letzten Jahren von Spannungen die Rede, welche mit den beiden Soloalben „Speakerboxxx“ sowie „The Love Below“ weitere Nahrung erhalten, auch wenn sie als Doppelalbum unter dem Namen Outkast erscheinen. Wie dem auch sei, sie sind zurück als Duo und haben neben der CD „Idlewild“ auch das gleichnamige semi-biographische Musical im Gepäck.

Musikalisch bewegen sich die Herren auf dem prall gefüllten Werk relativ spannungslos zwischen altbekanntem Groove und humoristischen Einspielern. „Peaches“ und das mit druckvollen Bläsern versehene, munter aufspielende „The Train“ punkten in guter Manier, werden von anderen erwartungsgemäß soliden Songs flankiert, die im Outkast-Katalog nicht weiter auffallen. Es scheint, als ruhen sich die Amerikaner auf ihren Lorbeeren aus und das ist bei einer derartigen Spielzeit nicht gerade dienlich für den Gesamteindruck. Zum Glück ändert sich das Bild z. B. bei „Call The Law“ ein wenig. Zusammen mit der ausdrucksstarken Stimme Janelle Monáes grooven sich Outkast anhand von tollen Pianoeinsätzen und einer glänzenden Klarheit in die Herzen.

Humoristische Leichtigkeit und wieder einmal diese dringlichen Pianosounds machen auch „Makes No Sense At All“ zu einem Gewinner, der wie auch „Greatest Show On Earth“ mit der ohnehin schon großartigen und immer wieder entzückenden Macy Gray für einen tröstlichen, abdriftenden Wohlklang sorgt. Ab der Mitte mehren sich die überdurchschnittlich erfreulichen Tracks, so dass spätestens mit dem Big Band-Flair von „When I Look In Your Eyes“ der anfänglich nur schwer vorstellbare Frieden bei den Outkast-Fans wieder hergestellt sein dürfte.

Anspieltipps:

  • The Train feat. Scar & Sleepy Brown
  • Call The Law feat. Janelle Monáe
  • Greatest Show On Earth feat. Macy Gray
  • When I Look In Your Eyes
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