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Diverse SZ Diskothek: 2001


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 80 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

2001: Das Jahr der„The“-Band-Welle. Das Jahr, in dem der Rock ‘N Roll zurückkehrte. Es war aber auch das Jahr, in dem sich das Leben in der westlichen Welt dramatisch änderte und fortan nicht mehr so sein sollte, wie es einmal war. Die Anschläge vom 11. September waren der Auslöser, dem sich auch die Popmusik stellen und auf die neue Zeit reagieren musste. Plötzlich klangen viele Acts wie etwa Limp Bizkit nur noch peinlich und hohl. Schließlich war die Party jetzt vorüber.

Vielleicht war das der Auslöser der „The“-Band-Welle, mit ihren Bands, die direkt aus den Garagen und den Keller-Clubs zu kommen schienen. Das Publikum wollte „ehrliche“ Musik hören und unverbrauchte Gruppen wie The Strokes, The White Stripes und The Black Rebel Motorcycle Club gaben den Menschen genau das, was sie wollten. Im nächsten Jahr sollten die Ereignisse des 11. September dann von Megastars wie Bruce Springsteen („The Rising“), Neil Young („Are You Passionate?“), Bon Jovi („Bounce”) und Paul McCartney (Single-Track „Freedom“) verarbeitet werden, was nicht immer ohne Peinlichkeiten vonstatten ging.

Während sich Europa mit dem Euro als Einheitswährung anfreunden musste, landete Michael „Bully“ Herbig mit „Der Schuh des Manitu“ den größten deutschen Filmhit seit Ewigkeiten. Anfang Oktober greifen die USA die Taliban in Afghanistan an. Dennoch, trotz Terror, Krieg und Angst, war das Jahr 2001 musikalisch ein durchaus gutes Jahr, mit zahlreichen Höhepunkten in allen Bereichen. Pearl Jam überschwemmten den Markt mit 72 Live-Bootlegs ihrer 2000er Welttournee und zogen ihren Fans so das Geld aus der Tasche, System Of A Down brachten mit „Toxicity“ ein Meisterwerk des progressiven Gitarrenrocks heraus, Nick Cave war gewohnt gut („No More Shall We Part“), Robbie Williams machte auf Swing („Swing When You’re Winning“), aus dem UK kamen mit Ash, Stereophonics, Ocean Colour Scene, Starsailor, Travis, Muse und den Manic Street Preachers jede Menge starker Alben. Und die Nachfolger der „The“-Bands standen auch schon in den Startlöchern. Nu-Rock und Nu-Metal sollten „The next big Thing“ werden.

Die SZ-Diskothek traf für die vorliegende Ausgabe eine schöne Auswahl bedeutender Songs. Ryan Adams Hymne für die taumelnde Stadt New York („New York, New York“) zählt dazu, genau wie New Orders mitreißender Elektro-Pop auf dem Album „Get Ready“ (Track: „Crystal“). Das französische Duo Daft Punk liefert mit „One more time“ einen zähen Ohrwurm ab, das One-Hit-Wonder PeterLicht spaziert auf dem „Sonnendeck“, Starsailor haben das „Fever“ und Jan Delay von den Absoluten Beginnern macht ein Reggae-Album mit kontroversen Texten („WWW.Hitler.De“). HipHop und Rap werden von Seeed („Dickes B“), Kelis („Young, fresh n’ new“) und Afroman („I got high“) vertreten. Doch am Ende des Jahres steht eine Frage des Black Rebel Motorcycle Club: „Whatever happened to my rock and roll?“. Antwort: Es geht im gut!

Anspieltipps:

  • Starsailor – Fever
  • New Order – Crystal
  • Weezer – Island in the sun
  • Afroman – Because I got high
  • Ryan Adams – New York, New York
  • Black Rebel Motorcycle Club – Whatever happened to my rock and roll
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