Sun Eats Hours - The Last Ones - Cover
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Sun Eats Hours The Last Ones


  • Label: Rude Records/CARGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Punkrock bzw. Melodycore aus Italien habe ich bisher nicht auf dem Schreibtisch gehabt – oder nicht haben wollen. Nein, Spaß beiseite. Bei unseren südeuropäischen Freunden findet musikalisch definitiv mehr statt, als Eros Ramazzotti, Zucchero und Nek. Deshalb darf der Hörer seine Ohren auch mal in Richtung härterer Klänge öffnen. Etwa denen von Sun Eats Hours.

Die 1999 gegründete Band legt mit „The Last Ones“ ihr inzwischen fünftes Album vor. Auch wenn man außerhalb Italiens nicht viel von den bisherigen Veröffentlichungen mitbekommen hat, erfreut sich die Gruppe einer wohlwollenden Presse. Zudem kann sie sich die Auszeichnung ans Revers heften, als Support für The Cure, Pennywise, AFI, Sick Of It All und The Offspring unterwegs gewesen zu sein. Mit dem Material auf „The Last Ones“ reicht es für Francesco Lorenzi (Vocals, Gitarre), Matteo Reghelin (Bass), Riccardo Rossi (Drums) und Gianluca Menegozzo (Gitarre) vielleicht schon bald für eine internationale Club-Tour als Headliner.

Die Jungs drücken gerne aufs Tempo, klingen dabei frisch und hoch motiviert. Sie legen wert auf (poppige) Melodien und breitflächige Gitarrenarbeit. Das kennt der geschulte Hörer von NoFX, Lagwagon, Pennywise und den frühen Offspring, als diese noch nicht auf Kasper-Mucke setzten. Die Produktion ist druckvoll, das Songwriting einfallsreich. Hier ist wirklich ein Lob fällig. Besonders dann, wenn man sieht, was auf diese Art von Musik spezialisierte Labels wie Hellcat Records, Epitaph und Fat Wreck mitunter für einen Schrott auf den Markt schmeißen. Das kleine Label Rude Records zeigt dem Dreigestirn, was mit Hingabe und kleinem Budget möglich ist.

Okay, auch bei unseren italienischen Freunden ist nicht als Gold, was glänzt. Ein bisschen Füllmaterial findet sich auch auf „The Last Ones“. Doch auch hier macht es einen Unterschied, ob ich eine 45-Minuten-Platte oder eine 30-Minuten-Frechheit im CD-Player habe. Fazit: Mit diesem Album könnten Francesco, Matteo, Riccardo und Gianluca durchaus auf internationaler Ebene was reißen.

Anspieltipps:

  • Sucker
  • Prophet
  • The level
  • July 27th
  • Cracked circle
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