Beangrowers - Dance Dance Baby - Cover
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Beangrowers Dance Dance Baby


  • Label: Strange Ways/INDIGO
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Alison Galea, Mark Sansone und Ian Schranz (alle Jahrgang 1977) gründeten die Beangrowers im Alter von 18 Jahren und verdanken den seltsamen Namen der Notwendigkeit, dass eine Überschrift die Konzertplakate schmücken musste. Ein Fan schlug den Namen vor und fand bei der Band aus Malta Gehör. Wenn man an eben diese Insel Malta denkt, kommt einem Phillip Boa in den Sinn. Der Herr Boa wird im Booklet gegrüßt und hat seinen Anteil daran, dass die Beangrowers mittlerweile bei Album Nr. 3 angelangt sind. In Deutschland nahezu unbeachtet erschienen die Alben „48k“ (1999) und „Beangrowers“ (2002). „Dance Dance Baby“ sollte allerdings auch die Musikhörer hierzulande aufrütteln, ist die Mischung aus sanfter Wehmut und tanzbarem Rock doch viel zu liebevoll, um in der Musiklandschaft unterzugehen.

Dunkel startet „The farewell party“ mit New Wave-Einflüssen in das 12 Songs umfassende Werk. Mit zerbrechlicher Schönheit ist der Gesang von Alison Galea gesegnet. Die Gitarren zaubern erhabene Melodien, welche vom prägnanten Bass-Sound eingerahmt werden. Wir erleben eingängigen Pop mit Herz und einem begleitenden Ohrwurmcharakter. Doch schon im nächsten Stück („You are you are“) geht es weitaus rockiger zur Sache und das Tempo wird konsequent erhöht. Man findet sich frühmorgens in einem Nachtclub wieder und vernimmt erdigen Rock, der mit Alison am Mikro betörend wirkt. Der Titelsong ist die Energie in Person. Treibend begeistert er auf ganzer Linie, so dass er auch nach dem 20. Hördurchlauf mitreißt und vielseitig zwischen Rock und Pop in seinem besten Erscheinungsbild pendelt.

Eine sägende Gitarre eröffnet „Star in monaco“, doch wer einen ähnlichen Rocker wie den Titeltrack erwartet, wird eines besseren belehrt. Entgegen dem drängelnden Eindruck der ersten Sekunden fehlt dem Song die nötige Spannung. Die Beangrowers bewegen sich im Midtempo-Rockpop, ohne große Akzente zu setzen. Doch schon das anschließende „I like you“ erobert erneut das Herz des Hörers. Mit wunderbar platzierten Breaks und einem tollen Rhythmusgefüge setzt sich der Track unweigerlich in den Ohren fest. Melancholisch streichelt „Waltz“ die Seele und lässt mit zurückhaltender Instrumentierung dem sehnsuchtsvollen Gesang den Vortritt. Voller Hingabe intoniert Alison Zeilen wie „Love, I don´t intend to stay, where my time is wasted. Oh, how you´re not worth the hating, love´s over-rated.”. In diesen Worten und in dieser Musik kann man sich verlieren, um sich ganz bald wieder zu finden.

Anspieltipps:

  • Waltz
  • You are you are
  • The farewell party
  • Dance dance baby
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