Maroon 5 - Live: Friday The 13th - Cover
Große Ansicht

Maroon 5 Live: Friday The 13th


  • Label: J Records/SonyBMG
  • Laufzeit: 127 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Friday The 13th“ beweist im Großen und Ganzen, dass Maroon 5 ihr Handwerk verstehen.

Selbst die größten Neider müssen inzwischen eingestehen, dass diese Band aus Los Angeles eine Traumkarriere hingelegt hat. Hervorgegangen aus der erfolglosen Combo Kara’s Flowers, sind die Schulfreunde Adam Levine, James Valentine, Jesse Carmichael, Mickey Madden und Ryan Dusick seit ein paar Jahren als Maroon 5 unterwegs und sahnen mit ihrem Debütalbum „Songs About Jane“ so richtig ab. Dabei sah es anfangs so aus, als würde auch dieses Projekt floppen. Es brauchte nämlich fast zwei Jahre, bis aus dem im Sommer 2002 auf den Markt gekommenen Album ein weltweiter Topseller wurde.

Mittlerweile wurde das Debüt noch mal als „Tour Edition“ auf den Markt geworfen und mit „1.22.03. Acoustic“ eine feine Live-EP hinterhergeschoben. Wem das als Überbrückung bis zum nächsten Studioalbum immer noch nicht reicht, darf sich jetzt über das Live-Album „Friday The 13th“ freuen, das im Set mit einer DVD angeboten wird. Aufgezeichnet wurde die Show in der Santa Barbara Bowl in Kalifornien, am Geburtstag von Bassist Mickey Madden, als krönender Abschluss der dreijährigen Tour zum „Songs About Jane“-Album.

Mit nur einer Platte im Gepäck mag das vielleicht eine etwas merkwürdige Angelegenheit sein, schließlich gibt es neben den elf Tracks des Debüts mit „Wasted years“ nur einen neuen Song zu hören. Dazu gesellen sic mit „Ain’t no sunshine“ und „Hello” zwei Coverversionen. Auf den ersten Blick ist das eine ziemlich magere Ausbeute. Doch Maroon 5 machen das Beste aus der Situation, indem sie die Stücke nicht 1:1 nachspielen und damit das Studioalbum reproduzieren. Insgesamt spielen sie eine Spur härter als im Studio und würzen die Songs in guter alter Rock’n’Roll-Tradition mit kleinen Soli und Improvisationen. Darüber freute sich auch das überwiegend weibliche Publikum in der Santa Barbara Bowl, das Sänger Adam Levine mit stürmischen Kreischorgien bedachte und bei „This love“ als hysterischer Kinderchor zum Schmunzeln anregt.

„Friday The 13th“ beweist im Großen und Ganzen, dass Maroon 5 ihr Handwerk verstehen. Sie bauen die Stimmung langsam auf, heizen das Publikum stetig an und steigern sich in ein großes Finale mit dem Über-Hit „She will be loved“. Nichtsdestotrotz haben sich auch ein paar Langweiler in das Programm geschlichen. „Not coming home“ und „Secret/Ain’t no sunshine“ funktionieren live zum Beispiel gar nicht. In diesen Momenten verfällt die Band in ein Fahrstuhlmusik-Gedudel, das schon „Songs About Jane“ nicht durchgehend erträglich machte. Dennoch, die Band steckt noch in der Entwicklung und hat mit ihrem nächsten Studioalbum die Gelegenheit, zu beweisen, dass sie mehr kann als Soul-Pop und Radio-Balladen.

Anspieltipps:

  • Must get out
  • Wasted years
  • She will be loved
  • Harder to breathe
Neue Kritiken im Genre „Pop/Rock“
7.5/10

Colors
  • 2017    
Diskutiere über „Maroon 5“
comments powered by Disqus