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De Stijl Details


  • Label: NEG Network/SOULFOOD
  • Laufzeit: 31 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei De Stijl handelt es sich nicht um das berühmte niederländische Künstlerkonglomerat selben Namens, sondern um eine junge Band aus Schweden. Sie wurde im Jahr 2000 in Göteborg gegründet und unterschrieb vor drei Jahren ihren ersten Plattenvertrag. Das vom Garagenrock der späten 60er Jahre inspirierte Debüt „Yeahvolution“ (2003) bekam allerorts gute bis sehr gute Kritiken und machte De Stijl über die Grenzen Schwedens hinaus bekannt.

Jetzt legen Sara Karnehed (Bass, Vocals), Joakim Kaminsky (Vocals, Gitarre), Magnus Hansson (Gitarre) und Philip Gates (Drums) mit „Details“ ein Zweitwerk vor, das sich vom Punkrock früherer Tage wegbewegt. Die elf neuen Stücke, die sie in einer knappen halben Stunde herunterschrubben, sind deutlich poppiger und an locker flockigem Indie-Rock-Geschrammel á la Pavement orientiert. Damit klingt die Band zwar noch immer retro, aber um einiges massentauglicher.

„Schuld“ daran könnte Produzent Jens Lindgård sein, der in seinem Malmöer Studio schon Franz Ferdinand, den neuen Helden des BritPop, Beine machte und nun aus De Stijl Klänge herausgelockt hat, die zeitweise an die frühen Cardigans („Queen midas”) oder Gruppen wie Weezer („There are many fishes in the sea“) und The Cure („Modern“) erinnern. Bassistin Sara Karnehed übernimmt dabei ein ums andere Mal mit klarer Stimme und charmantem Akzent die Vocals, während ihre männlichen Mitstreiter die genreüblichen Schrammelriffs durch Pianoläufe und amtlichen Backgroundgesang veredeln.

„Details“ ist ein kleines, sympathisches Indie-Werk, das keinem wehtun will. Leichte Schrägheiten, zu der auch Joakim Kaminskys Stimme zählt, werden durch schöne Melodien und satte Riffs wieder ausgeglichen. Gelärmt wird gerade soviel, wie es der geneigte Popmusikhörer verträgt. Wenn dieses dann in hitverdächtige Stücke wie „Sometimes“ oder „Past is past“ – um nur zwei zu nennen – mündet, entwickelt das vorliegende Album einen Charme, den wohl nur skandinavische Bands versprühen.

Anspieltipps:

  • Sometimes
  • Past is past
  • Queen midas
  • There are many fishes in the sea
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