Johannes Wallmark - Akron OH - Cover
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Johannes Wallmark Akron OH


  • Label: Deaf&Dum/SOULFOOD
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der 33jährige Johannes Wallmark macht mit seiner Band The Wildflowers ur-amerikanischen Roots-Rock mit Singer/Songwriter-Einflüssen zum Fußwippen, Mitsingen und Fingerschnippen. Na gut, das machen viele. Das Besondere hier: Mr. Wallmark kommt nicht etwas aus Akron, Ohio, wie uns das Cover weismachen will, sondern aus Osterlen in Südschweden.

Wie kommt’s, dass die Wildflowers (Stefan Ekstedt, Gitarre, Mikael Engström, Bass, und Jocke Börjesson, Drums) dennoch wie eine Mischung aus Wallmarks Vorbildern Bob Dylan, Bruce Springsteen, Tom Petty, John Hiatt, The Jayhaws und den Counting Crows klingen? Ganz einfach: Er lebte 1995 für ein Jahr in den Staaten und zog dort mit der Country-Combo „Uncle Joes Band“ durch Clubs, Bars und Coffee Shops. Mit „Golden Woodway“ wurde sogar ein Album aufgenommen.

Der Durchbruch blieb Uncle Joes Band allerdings versagt und Wallmark ging zurück nach Schweden. Er ließ sich in Stockholm als Tontechniker und Produzent nieder und legte die Rockkarriere ad acta. Dann traf er vor fünf Jahren den Gitarristen Stefan Ekstedt, mit dem er die Wildflowers gründete. 2002 begannen die Arbeiten am Debütalbum „69 Oakdale“ – benannt nach einer Strasse in Akron, Ohio. Damit war Wallmark in das aktive Musikerleben zurückgekehrt. Das Album kam 2004 auf den Markt und erhielt in Schweden recht gute Presse.

Mit „Akron OH“ bekommt es nun seinen logischen Nachfolger. Dieser wuchert schon bei den Songtiteln nur so mit amerikanischen Anleihen: „Arlington road“, „Dreaming of Mexico“, „St. Patrick’s day“ und „American girl“ (natürlich eine Tom-Petty-Coverversion) sagen deutlich, wo Wallmarks musikalische Heimat ist. Bestätigt wird das durch einen grundsoliden und sehr sympathischen Mainstreamsound, der mit schönen Melodien und schmissigen Hooklines überzeugt.

Ein Meisterwerk ist „Akron OH“ freilich nicht. Eher ein Werk auf dem Level der letzten Wallflowers-Alben (der Band von Bob Dylans Sohn Jakob), also gehobener Durchschnitt mit einer Hand voll kleiner Roots-Rock-Perlen. Und das ist nicht schlecht für einen Schweden, der auf Cowboy macht.

Anspieltipps:

  • Flight 315
  • Akron OH
  • Brady’s café
  • American girl
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