Ricky Martin - Life - Cover
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Ricky Martin Life


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Sound ist glatt gebügelt und druckvoll zugleich. Popmusik der fettesten Rahmstufe eben.

Enrique Martin Morales alias Ricky Martin ist seit 1991 im Music Biz. In dieser Zeit brachte der in San Juan, Puerto Rico geborene Sänger acht Alben heraus, die sich weltweit mehr als 20 Millionen Mal verkauft haben. Zuerst erschienen seine Platten ausschließlich in spanischer Sprache, doch seit Ende der 90er Jahre singt er auch in englischer Sprache. Sein letztes „internationales“ Album war „Sound Loaded“ (2000), der letzte Latin-Pop-Output „Almas Del Silencio“ (2003), der bis auf Platz 1 der amerikanischen Billboard Charts kam und einen Grammy in der Kategorie „Best Latin Pop Performance“ einheimste.

Für „Life“, seinem neuen Longplayer in englischer Sprache, holte sich der 34-Jährige ein echtes Dream Team an Songschreibern und Produzenten ins Studio. In Miami, Los Angeles und Kairo arbeitete Martin mit George Noriega (Shakira, Robi Draco Rosa, Jennifer Lopez), Danny López (Michael Bolton, Julio Iglesias, Gloria Estefan), Scott Storch (50 Cent, R. Kelly, The Game), Sean Garrett (Destiny’s Child, Mario, 112), will.i.am (Black Eyed Peas), Luny Tunes (Big Boy, Angel Lopez, Ivy Queen) und dem Songwriting/Produktionsteam The Matrix (Avril Lavigne, Liz Phair, Hilary Duff, Nick Carter).

In der monatelangen Entstehungszeit beteiligte sich Ricky Martin an den meisten der 12 Songs als Komponist. Bei der Umsetzung seiner Ideen halfen ihm befreundete Künstler wie Fat Joe und Amerie („I don’t care”), Voltio („I am”) sowie Daddy Yankee und Taboo von den Black Eyed Peas („Drop it on me”). Damit wurde sichergestellt, dass der Nachfolger von „Sound Loaded“ den aktuellen Ansprüchen des Musikmarktes gerecht wird. Schließlich sind fünf Jahre eine extrem lange Zeit in der Popmusik. Da kann man schon mal den Anschluss verpassen.

Für „Life“ hat Ricky Martin optisch das alte Bubi-Image aufgegeben. Er präsentiert sich nun mit Dreitagebart, raspelkurzen Haaren und fettem Tattoo auf dem Oberarm. Musikalisch ist dagegen alles beim Alten geblieben. Er mischt gefühlvolle Balladen („Save the dance“) mit eingängigem Radio-Pop („Stop time tonight“), Latin-HipHop („I don’t care“, „Dejate llevar“, „Que mas da“) und Breitwand-Pop („Till I get to you“). Man sieht, das Erfolgsrezept, das für fünf Millionen verkaufte „Sound Loaded“-CDs sorgte, wird auch 2005 nicht verändert. Ecken und Kanten gibt es wie gehabt keine. Der Sound ist glatt gebügelt und druckvoll zugleich. Popmusik der fettesten Rahmstufe eben. Tut keinem weh, wird aber wieder Millionen Käufer finden. Passt schon!

Anspieltipps:

  • Life
  • Till I get to you
  • Stop time tonight
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