Hellfueled - Born II Rock - Cover
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Hellfueled Born II Rock


  • Label: Black Lodge/Soulfood
  • Laufzeit: 38 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie gut, dass Andy Alkman seinen Posten als Bassist vor gut drei Jahren an den Nagel gehängt hat und ans Mikrophon der schwedischen Hartmetaller von Hellfueled gewechselt ist. Der Bursche singt nämlich wie eine jüngere Ausgabe von Heavy-Metal-Kult-Opa Ozzy Osbourne. Kombiniert mit dem Gitarrenspiel Jocke Lundgrens und der druckvollen Rhythmussektion, bestehend aus Henke Lönn (Bass) und Kent Svensson (Drums), erinnerte dies auf dem Hellfueled-Debüt „Volume One” (2004) an die Großtaten des „Fuckin’ Prince of Darkness“ aus den 80er Jahren.

Es gab zwar einige Miesepeter, die den Schweden mangelnde Eigenständigkeit vorwarfen und Hellfueled ankreideten, sie würden lediglich ihre Vorbilder nachspielen, doch im Großen und Ganzen waren sich Fachpresse und Metalheads einig: „Volume One“ war ein großer Hörgenuss, nicht nur für Ozzy- und Zakk-Wylde-Fans.

Mit „Born II Rock“ steht nun der Nachfolger ins Haus, der nahtlos an „Volume One“ anknüpft. Mit fetten Riffs, massentauglichen Refrains und für ein Signing des Black-Lodge-Labels fast schon unverschämt melodischen Hooks ausgestattet, legen Hellfueled ein Feuerwerk in Sachen Retro-Metal/Hardrock vor, dass es nur so kracht. Da ist nichts „Nu“, keine Gitarre künstlich tiefer gestimmt oder die Texte auf böse gebürstet. Hier dürfen Songs noch „Born to rock“, „Can’t get enough“ und „Girls girls“ heißen. Dazu lässt sich extrem gut die Matte schwingen und die „Pommesgabel“ in den Himmel recken.

Wem Ozzy schon längst zu peinlich ist, die Spätwerke von Iron Maiden, Judas Priest, Manowar und Konsorten auch nicht recht gefallen haben, wer mit Fantasy-, Operetten- und Nu-Metal nichts am Hut hat, ist bei Hellfueled genau richtig. Die Jungs rocken in nicht mal 40 Minuten ein Brett nach dem anderen runter, halten sich nicht mit angeberischem Mucker-Schnickschnack auf, sondern kommen direkt auf den Punkt.

Kompakt, rifforientiert, stadiontauglich und ganz selten kitschig („Angel“). Kurz: Fast perfekter Metal/Hardrock für alle Generationen.

Anspieltipps:

  • Old
  • Look out
  • Born to rock
  • Can’t get enough
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