Princess Superstar - My Machine - Cover
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Princess Superstar My Machine


  • Label: K7/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 78 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „My Machine“ steht ab Mitte September bereits das fünfte Album der New Yorkerin Princess Superstar in den Läden. Magisch, merkwürdig, maliziös, verspielt, trashig, vielseitig, unverschämt und ganz schön aufreizend ist es geworden.

Auf ihrer eigenen kleinen Plattenfirma namens A Big Rich Major Label veröffentlichte Concetta Kirschners aka Princess Superstar 1995 ihr Debüt „Strictly Platinum“ in vollkommener Eigenregie. Zwei Jahre später folgte dann ihr zweites Werk „CEO“, dass sie endgültig zum Kritikerliebling werden ließ. Auch das 2000er Album „Last Of The Great 20th Century Composers“ und vor allem die 2001er Platte „Princess Superstar Is“ fanden ebenfalls großen Anklang.

Lyrisch verkörpert Princess Superstar zuweilen die schmutzige Schattenseite Amerikas, einem Eminem durchaus nicht unähnlich. Dabei schreibt und produziert sie ihre Musik in der Regel selbst – was gerade im HipHop-Buisiness nicht unbedingt alltäglich ist. Ihre neuste Scheibe „My Machine“ ist jedoch zu einem Konzeptalbum geraten, zu einem wilden Ritt von Elektro über HipHop zu Miami Bass und Disco-Punk mit einem Schuss Techno, Digital Dub sowie Rock ’n’ Roll.

Die Bekanntschaft zu DJ Hell, Felix Da Housecat und Co. hat sich gelohnt. „My Machine“ reißt einen mit und lässt erst wieder los, wenn der letzte Ton die Boxen verlassen hat. Seit sie mit Jacques Lu Cont, Junior Sanchez, Armand Van Helden, Arthur Baker (der „My Machine“ als Co-Produzent betreute) und Mighty Mi zusammengearbeitet hat, ist Princess Superstar endgültig mit allen Wassern gewaschen. Raffiniert, durchdacht und konzise strukturiert – ein klasse Album.

Egal ob im ballernden Power-Pop-Track „I Like It A Lot“ oder beim mitreißenden Old-School-Stück „10.000 Hits“ samt grandiosen Rhymes wie „I don’t care if it’s shitty/Do you know who once won a Grammy?/Ace of Base and Milli Vanilli“. Ob im wütenden aber dennoch charmanten Elektro-Pop-Track „I’m So Out Of Control“ oder im vom New-Wave-Fieber befallenden Song „Artery“. Princess Superstar ist erfrischend anders.

Unterm Strich sei das Album allen HipHop-Heads und Elektro-Freaks wärmstens ans Herz gelegt, die ohne Musikgenre-Scheuklappen durch Leben gehen und offen sind für frischen, experimentierfreudigen Sound. Alle anderen sollen bitte aus das neue Album von Ja Rule oder Scooter warten und ihren beschränkten Horizont nicht unnötig unter Erweiterungsdruck stellen.

Anspieltipps:

  • On top bubble
  • The mysterious hanger
  • Sex, drugs & drugs
  • Dicktatorship
  • What do you want?
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