Mad Doggin - Isle Of View - Cover
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Mad Doggin Isle Of View


  • Label: Tiefdruck-Musik/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Hamburger Metal-Combo Mad Doggin` setz sich aus den Herren Musikern Ben (Vocals), Ning (Gitarre), Flow (Bass) und Jarek (Drums) zusammen. Mit ihren Nachnamen sind sie etwas sparsam. "Isle Of View" ist bereits das dritte Album. Die "Doggin`s" sind Synonym dafür, dass sie keinen Vorbildern oder Idolen die Schuhspitzen lecken, sie bringen sich selbst in ihre Musik ein und erhalten bzw. schaffen so eine interessante Einzigartikeit, die für den momentan deutschen Metal-Markt ganz deutlich auf einsamen Fluren umhergeht. Die vor "Isle Of View" veröffentlichten Werke "F.O.A.D." und "Alone E.P." kamen über die üblichen Achtungserfolge weit hinaus. Mad Doggin` glänzten in der Vergangenheit als Supports von der US-TOP 20-Band Soulfly und Stuck Mojo. Erst im Mai diesen Jahres betritten diese Jungs ihre eigene, zweite Headliner-Tour durch Deutschland. Ihre Musikvideos tummeln sich an den oberen Plätzen von VivaPlus. Eingeschworene Metal-Kenner werden ganz handzahm, wenn man ihnen ein Doggin`-Album unter die Nase hält (und dieses selbstverständlich gut festhält).

Mad Doggin` bieten auf "Isle Of View" dem Zuhörer, nicht nur dem eingeschworenen Metal-Liebhaber, eine wilde Achterbahnfahrt durch das komplette Metal-Genre, allerdings halten sie ihren Mittelpunkt im modernen Hausmanns-Metal, straight, sauber, glatt, rhythmisch, hämmernd, stimmlich sicher und gut verständlich rübergebracht, was wenigen gelingt. Geboten wird somit Metal der Alten Schule, wie ihn sonst hierzulande nur Independent-Bands wie Cziltang Brone aus Münster zu backen verstehen. Sie punkten mit gefühlvollen Rock-Metal-Balladen wie "Loss" ebenso ins Schwarze wie mit dem Zugpferd des Albums "Lord Of Darkness". Auch ungewöhnlich ist das Wagnis, eine Nummer mit deutschem Text zu bestücken: "Still". Hier könnte durchaus der "Scorpions-Effekt" einsetzen: Ein Chart-Brecher! Bands wie Metallica oder Limp Bizkit können sich getrost zurücklehnen, jetzt sind erst mal Mad Doggin` dran, den etwas müden Metal-Markt aufzufrischen. Diese Metal-Band hat offensichtlich noch große Pläne.

"Isle Of View" ist ein Metal-Paradebeispiel, wie Metal sein sollte, was Metal einmal war und immer sein wird. "Isle Of View" ist ein Leitfaden norddeutscher Musikgeschichte, auch kommen diese Burschen ab und an etwas rotznäsig und übermütig rüber, vielleicht das Geheimrezept der verrückten Hunde, die man auf jeden Fall noch oft von der Leine lassen sollte. "Isle Of View" ist kein Album, das man sich - um die Nachbarn zu schonen - per Kopfhörer reintun sollte. Man muss ihren Saiten-Puls, den Bass, die Schießbudenschläge, die Vibrationen aus den Boxen einfach spüren. Das einzige, was diese CD im Werte "schattiert", ist ein Mad Doggin`-Live-Gig aus der ersten Reihe betrachtet ...

Anspieltipps:

  • Lord Of Darkness
  • Loss
  • Need To Feel Myself
  • Still
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