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Diverse SZ Diskothek: 1980


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 72 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Neben Disco- und Funk-Stars wie Donna Summer, Kool & The Gang, The Commodores und Diana Ross, war der Punk Ende der 70er Jahre angetreten, um die Wut und Energie früherer Zeiten zurück in die Rockmusik zurückzubringen. Drei Akkorde reichten für einen Song, es zählte nur die Wucht der Darbietung. Doch 1980 begann die Blockbildung erste Wirkung zu zeigen. Mit Bands wie Joy Devision spalteten sich die Punks in zwei Lager. Konservative Punks misstrauten Gruppen wie Joy Devision, aus deren Mitgliedern sich die Gruppe New Order formierte. Das war vielen zu weich und zu heulsusig. Dennoch bildete sich aus dieser Art von Postpunk ein neuer Hype namens New Wave.

Die schrägste Neuerfindung des neuen Jahrzehnts war die Neue Deutsche Welle. Die Bands der NDW, wie etwa die Düsseldorfer Kunststudenten von Der Plan, konterkarierten das Engagement der Punks, respektive der linken Weltverbesserer mit Nonsenstexten wie „Da vorne steht ’ne Ampel, komm schnell, sie leuchtet rot, alle Leute warten, doch wir sind schon längst fort“. Nur wenig später sollte der Ausverkauf der NDW beginnen, als die Talentsucher der Plattenfirmen bereits etablierte Bands wie Extrabreit, Spider Murphy Gang, Spliff und Ideal vor den Karren der NDW spannten.

Die Amerikaner wählten am 4. November Ronald Reagan zu ihrem neuen Präsidenten. Ein gewisser Arnold Schwarzenegger holte zum siebten mal den Bodybuilding-Titel des „Mr. Olympia“. Die Welt verzweifelte an einem Spielzeug: den Zauberwürfel. Am 12./13. Januar gründeten die Öko-Aktivisten in Karlsruhe eine neue Partei: Die Grünen. Bei einem Attentat auf das Münchener Oktoberfest starben 13 Menschen. Franz Josef Strauß wollte deutscher Bundeskanzler werden und einer der größten Musiker aller Zeiten wird in New York erschossen: John Lennon.

Die SZ-Diskothek reflektiert das Musikjahr 1980 u.a. mit Titeln von Robert Palmer („Johnny and Mary“), Elvis Costello („I can’t stand up for falling down“), The Jam („That’s entertainment“), Teena Gardner („Heartbeat”), The Cure („A forest“) und Tom Waits („Jersey girl”).

Anspieltipps:

  • Abwärts – Computerstaat
  • Robert Palmer – Johnny and Mary
  • Joy Devision – Love will tear us apart
  • Linton Kwesi Johnson – Inglan is a bitch
  • Zur SZ-Diskothek

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