Hatesphere - The Sickness Within - Cover
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Hatesphere The Sickness Within


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Knüppel-Kanone des Monats kommt von der Band Hatesphere aus Aarhus in Dänemark. Die Thrash-Kapelle sorgt in der Metal-Szene bereits seit einigen Jahren für Furore und legt trotz diverser Querelen und Besetzungswechsel jedes Jahr ein neues Scheibchen derbster Thrash-Metal-Kunst vor. Dieser vorbildliche Einsatz wird von den Fans honoriert, so dass nach „Hatesphere“ (2001), „Bloodred Hatred“ (2002), „Something New, Something Borrowed & Something Black“ (2003) sowie „Ballet Of The Brute“ (2004) sicher auch der neueste dänische Metal-Schraubstock namens „The Sickness Within“ zum Hit wird.

Dieser legt auch gleich los wie Donnerhall und zaubert mit „The white fever“ ein glückliches Lächeln auf das Gesicht des Hörers. Metallica und „St. Anger“ lassen schön grüßen. Denn auch Hatesphere scheren sich einen Dreck um fremde Meinungen und verfeinern ihren turboschnellen Thrash mit kleinen, aber feinen Death-Metal-Brocken. Damit wird der Hochgeschwindigkeitsritt ein ums andere Mal sachte ausgebremst und elegant in andere Gefilde geleitet („Reaper of life“).

Sänger Jacob Bredahl liefert eine absolute Klasseleistung ab. Er kotzt sich nicht nur ober-amtlich aus und lässt den Teufel einen guten Mann sein, er versteht es auch zu singen (!) und sein markerschütterndes Gebrüll mit bitterbösen Death-Growls zu würzen („Sickness within“). Auch Bredahls Bandkollegen – Mikael Ehlert Hansen (Bass), Peter Lyse Hansen (Gitarre), Anders Gyldenohr (Drums) und Henrik Jacobsen (Gitarre) – überraschen, indem sie ihr Zusammenspiel höchst gefällig und zu keiner Zeit eintönig gestalten. Wissen wir doch, dass Thrash-/Death-/Black-Metal-Alben allzu gern in ideenloses Geholze ausarten.

Nicht so bei Hatesphere. Hier schleichen sich überraschende Breaks („The fallen shall rise in a river of blood“, „Heaven is ready to fall“), grandiose Harmonien („The coming of chaos“) und bretthartes Riffing („Bleed to death”) ein, als wären Dismember, Slayer und Iron Maiden im gemeinsamen Trainingslager gewesen. Dazu verleiht die druckvolle Produktion den elf Tracks eine Extraportion Härte und Wucht, wodurch „The Sickness Within“ zu einem echten Schmankerl für Thrash-Metal-Freunde wird.

Anspieltipps:

  • Reaper of life
  • Bleed to death
  • The white fever
  • The fallen shall rise in a river of blood
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