Nervous Nellie - Don´t Think Feel - Cover
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Nervous Nellie Don´t Think Feel


  • Label: Go-Kart Records/SOULFOOD
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein grundsolides Debütalbum legen in diesem Monat die vier Jungs von Nervous Nellie aus Stockholm, Schweden hin. Die Indie-Rockband schwimmt im Fahrwasser von Pavement, Dinosaur Jr. und den Pixies, was heißen soll, dass sich der geneigte Hörer auf knackigen Schrammel-Gitarrenpop einstellen kann, der etwas Zeit zur Reife braucht, aber dann durchaus überzeugen kann.

Henrik Johnson (Vocals, Gitarre), Manne Westerlund (Bass), Magnus Johnson (Gitarre); Andy Johansson (Drums) spielen seit Ende 2002 in der heutigen Besetzung. Vor zwei Jahren gewannen sie den europäischen Nachwuchswettbewerb Emergenza, tourten 2004 mit der Vans-Warped-Tour durch die USA und können mit der selbst vertriebenen EP „The Peace Pipe“ einen ersten Achtungserfolg verzeichnen. Mitte letzten Jahres wurden sie vom Label Go-Kart Records unter Vertrag genommen, das „Don’t Think Feel“ jetzt in die Läden gestellt hat.

Das Stockholmer Quartett ist mit seinem lässigen Garagenrock vielleicht nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit – oder besser des Hypes – doch das macht überhaupt nichts. Fernab jeglicher Hysterien um Bands wie The Strokes und The Black Rebel Motorcycle Club agieren die „unechten Schweden“ (Magnus und Henrik Johnson sind in Chicago aufgewachsen, Manne Westerlund in Chile. Nur Drummer Andy Johansson ist in Schweden zur Welt gekommen) entspannt und melodieverliebt und holen dabei nur selten die Rock’n’Roll-Keule heraus.

Trauen sich die Schweden wirklich etwas lauter zu spielen, kommen dabei genial lärmende Tracks wie „Envy“, „Personal Elvis“ und „Million dollars“ heraus, das seine Riffs allerdings bei The Who geklaut hat. Doch stört uns das? Nein! Bei Nervous Nellie steht der Spaß an der Freude im Vordergrund. Kein depressiver Dilettanten-Rock á la The Libertines, sondern optimistischer Garagenrock mit Ecken und Kanten. Diese bestehen entweder aus leicht dissonanten Gitarrenriffs, rumpelnden Bässen oder Henrik Johnson angestrengter Stimme, die immer kurz vorm Anschlag steht. Zusammen ergibt das einen coolen Mix, der nur ganz wenige schwache Stücke verkraften muss.

Anspieltipps:

  • Envy
  • Pieace pipe
  • Crack berry
  • Personal Elvis
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