Rosie Thomas - If Songs Could Be Held - Cover
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Rosie Thomas If Songs Could Be Held


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Singer/Songwriter-Musik in ihrer reinsten Form präsentiert Rosie Thomas aus Seattle, Washington auf ihrem dritten Album „If Songs Could Be Held“. Sie perfektioniert darauf den auf den Vorgängern „When We Were Small” (2002) und „Only With Laughter Can You Win” (2003) eingeschlagenen Weg, herzerweichende Balladen mit einer angenehm zurückhaltenden Instrumentierung aus Streichern, Akustikgitarre, Piano und ihrer sehnsuchtsvollen Stimme zu interpretieren.

Eingespielt wurden die elf Tracks in der Besetzung Rosie Thomas (Vocals, Piano, Akustikgitarre), Dino Meneghin und Eric Fisher (Gitarren), Aaron Sterling (Drums), Jonathan Ahrens (Bass), Josh Meyers (Streicherarrangements) und Duettpartner Ed Harcourt. Produziert und co-komponiert hat Mike Busbee (Russil Paul, Victoria Beckham, Holograms) in den Brown Welch Studios in Pasadena, Kalifornien.

In den späten 90er Jahren spielte Rosie Thomas in der Popband Velour 100, bevor sie sich absetzte, um eine Solokarriere zu starten. Richtig Notiz nahm man vor ihr das erste Mal, als sie auf Damien Jurados Albums „Ghost Of David“ (2000) spielte und später mit ihm zusammen den Song „Wages of sin“ zum Sampler „Badlands: A Tribute to Bruce Springsteen’s Nebraska“ (2001) beisteuerte. Seit Ende 2001 ist sie solo unterwegs und drauf und dran, sich einen Namen in der Riege um Sarah McLaughlan (Melodien), Joni Mitchell (Texte), Natalie Merchant (Stimme) und Tori Amos (Pianospiel) zu machen. Mit „If Songs Could Be Held“ kommt sie dem noch ein bisschen näher.

Mit gefühlvollen Arrangements zelebriert Thomas ihre fragilen Folkpopsongs, die durch zeitlose Eleganz auffallen und besonders als Soundtrack für kalte Herbsttage taugen. Gemächlich fließen die Stücke dahin, die Wurlitzer perlt („Loose ends“), das E-Piano umschmeichelt Melodien zum Vor-Freude-Weinen („It don’t matter to the sun“) und über allem schwebt die wunderbare Stimme von Rosie Thomas – entweder solo oder im Duett mit Ed Harcourt („Let it be me“). Mit „Pretty dress“ findet sich sogar ein echter Hit im ursprünglichen Sinne des Wortes auf dem Album. Hier lässt Rosie Thomas ihre Introvertiertheit ein einziges Mal zurück und singt mit kräftiger Stimme zu einer Tori-Amos-artigen Melodie, die von zarten Streichern und ihrem Piano begleitet wird.

Mit „If Songs Could Be Held“ ist Rosie Thomas ein großes Album für die stillen Stunden des Jahres gelungen. Eine Platte zum Zurücklehnen, Entspannen und Träumen.

Anspieltipps:

  • Pretty dress
  • Let it be me
  • Time goes away
  • Say what you want
  • It don’t matter to the sun
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