Sean Paul - The Trinity - Cover
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Sean Paul The Trinity


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „The Trinity“ startet Paul wieder einen Angriff auf die Discos dieser Welt.

Der King des Dancehall-Reggae ist zurück! Vor allem um die Möchtegerns wieder auf die Plätze zu verweisen. „Gasolina“, „Pon da replay“ und „Belly dancer” sind schließlich schon abgenutzt. Neues Material muss her, und wenn, dann schon gleich von dem Herrn, der den Reggae-Boom ins Rollen gebracht hat.

Es war vor etwa drei Jahren, da erschien die Single „Gimme the light“ von Sean Pauls zweitem Output „Dutty Rock“ (2003). Sie war durchschnittlich erfolgreich, genau wie das dazugehörige Album. Dann kam es zur Kollaboration mit Busta Rhymes und zur Remix-Single von „Make it clap“. Plötzlich fragte sich jeder, wer denn der Kerl mit den Rastalocken sei. „Gimme the light“ bekam eine zweite Chance und erreichte Topplatzierungen in den Charts. Der Nachfolger „Get busy“ schaffte es sogar auf Platz eins in mehreren Ländern. Auch „Dutty Rock“ schaffte mit fünf Millionen verkauften Einheiten Platin. Sean Paul Henriques war in aller Munde. Die weiteren Auskoppelungen „Breathe“ (mit Blu Cantrell aus dem Album „Bittersweet“), „Like glue“, „Baby boy“ (mit Beyoncé Knowles aus dem Album „Dangerously In Love“) und „I´m still in love with you - feat. Sasha“ waren in jedem Club vertreten und nicht mehr wegzudenken. Dann wurde es für etwa ein Jahr still um den Jamaikaner.

Mit „The Trinity“ startet er nun wieder einen Angriff auf die Discos dieser Welt und er wird seine Anhänger nicht enttäuschen, soviel sei schon mal gesagt. Aufgenommen und produziert in den Renaissance Studios in Kingston, Jamaika, liefert Sean Paul ein prall gefülltes Album mit 17 Tracks, die dazu auffordern, das heimische Wohnzimmer leer zu räumen, mit Palmen auszuschmücken und überall Sand zu verteilen. Das Meer muss man sich halt denken. Fertig ist die perfekte Stimmung um der „Dreifaltigkeit“ zu frönen. In jeder Minute hört man, dass Sean Paul weder Stress noch Straßenlärm um die Ohren hatte, wie er die Lyrics für Album Nummer drei geschrieben hat.

Nach der obligatorischen Ankündigung, dass die vorliegende Scheibe „a next dutty rock“ ist, startet auch schon der erste mitreißende Song mit „Head in the zone“. Man merkt, dass der Jamaikaner sein Handwerk nicht verlernt hat, treibende Beats mit Reggae und einer Prise R&B zu mischen. Nicht anders verhält es sich mit der erste Single „We be burnin´. Was dann allerdings bei „Send it on“ auffällt: Mr. Paul ist das Ganze reduzierter angegangen und verlässt sich größtenteils auf Bässe und Synthiebeats. Dadurch fehlt stellenweise die Spannung, dennoch funktioniert das Ganze meistens ausgesprochen gut.

Zu den absoluten Krachern kann „Temperature“ gezählt werden, dass mit stampfenden Bass, Handclap-ähnlichen Klängen im Hintergrund und einer ohnehin perfekten stimmlichen Leistung abgerundet wird. Die Zusammenarbeiten mit den Gaststars sind ebenfalls durchgehend gelungen, vor allem Tami Chynn bildet in „All on me“ mit ihrer süßlichen Stimme einen guten Gegenpol zu Sean Pauls dominierendem Organ. Was bleibt einem noch mehr zu sagen, als lasst Sean Paul „Govern the globe / Govern the dancehall / Entertain one and all“ – „It´s party time!“

Anspieltipps:

  • Straight Up
  • Temperature
  • We Be Burnin´
  • All On Me feat. Tami Chynn
  • Change The Game - Feat. Looga Man and Kid Kurup
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