Construcdead - The Grand Machinery - Cover
Große Ansicht

Construcdead The Grand Machinery


  • Label: Black Lodge/Rough Trade
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Heiliges Höllenfeuer, hier kommt wahrlich nichts für zartbesaitete Ohren! Die Schweden von Construcdead prügeln auf „The Grand Machinery“ eine brutale Thrash/Death-Metal-Breitseite aus den Boxen, dass selbst abgehärtete Rocker auf Tauchstation gehen. Doch der Weg dorthin war steinig. Bei Construcdead wechseln die Bandmitglieder nämlich so häufig, dass man bei seinen Recherchen schon mal den Überblick verlieren kann.

Vor den Aufnahmen zum „The Grand Machinery“ war es wieder mal so weit. Sänger Peter Tuthill und Bassist Johan Magnusson suchten das Weite und mussten kurzfristig ersetzt werden. Jens Broman (Hatelight) übernahm daraufhin das Mikrophon. Wer die Bassparts einspielte, ist nicht bekannt. Allerdings zählt Basser Viktor Hemgren (Lucien) inzwischen zum Live-Line-Up der Band, die von Christian Ericson (Gitarre), Erik Thyselius (Drums) und Rickard Dahlberg (Gitarre) komplettiert wird. Doch egal ob vier oder fünf Musiker: Die Schweden servieren auf ihrem dritten Longplayer nach „Repent“ (2001) und „Violadead“ (2003) melodischen Todesmetal und Hochgeschwindigkeits-Trash der besseren Sorte. Produziert wurde das Ganze von Clawfinger-Keyboarder Jocke Skog in den „Fear and Loathing“-Studios in Stockholm. Das sorgt für einen ungewöhnlich satten Sound und den einen oder anderen heimlichen Gastauftritt der Clawfinger-Kumpel.

Los geht’s mit zwei wildgewordenen Dampfwalzen, die ohne Rücksicht auf Verluste alles niedermähen, was sich in Hörweite befindet („Grand machinery“, „A cog in the machinery”). Die Kollegen von Soilwork und In Flames lassen schön grüßen, während die Riffs flankiert von Jens Bromans erbarmungslosen Vocals im Stakkatorhythmus aus den Boxen bollern. Die Schlagzeug- und Bass-Sektion muss ebenfalls Höchstleistungen vollbringen, um das dröhnende Gewitter auf Kurs zu halten.

Echte Sorgen braucht man sich um den Sound von Constrcdead aber nicht zu machen. Dazu sind die Musiker zu routiniert und das Songmaterial viel zu ausgereift. Fazit: „The Grand Machinery“ - ein echtes, ähem, Schlachtfest für den geneigten Thrash- und Death-Metal-Fan.

Anspieltipps:

  • Hatelist
  • Pater Noster
  • A cog in the machinery
  • In a moment of sobriety
Neue Kritiken im Genre „Death Metal“
Diskutiere über „Construcdead“
comments powered by Disqus