Jeff Caudill - Here´s What You Should Do - Cover
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Jeff Caudill Here´s What You Should Do


  • Label: Redfield/CARGO
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Gameface war eine Melodic-Punk/Emo-Rockband aus Orange County, die unter dem Vorsitz von Jeff Caudill zwischen 1995 und 2003 zehn EPs und Alben auf den Markt brachte. Großer Erfolg war ihr dabei nicht beschieden. Jetzt versucht es Jeff Caudill mit dem Album „Here’s What You Should Do“ solo. Ob ihm mit dieser Singer/Songwriter-Platte zwischen Indie-Pop und Americana mehr Aufmerksam zuteil wird, darf getrost bezweifelt werden. Dabei ist das Album ein stimmungsvoller 60-Minuten-Trip für alle Genrefreunde, für die es nicht immer Connor Oberst sein muss.

Hört man sich die Opener „Favorite version of your life“ und „Stop writing songs“ an, muss man feststellen, dass sich Jeff Caudill musikalisch gar nicht so weit von seiner Ex-Band entfernt hat. Der Kalifornier serviert, eingerahmt von seiner Charakterstimme, zu durchaus lärmenden Gitarren und polternden Drums feinen Melodien, die den Hörer sofort anstecken. Das rockt ganz vorzüglich, ohne dass das Singer/Songwriter-Element vernachlässigt wird. Gesetzter, mit Akustikgitarre und etwas Percussion, geht Caudill dagegen bei „Destination“ und „Change everything“ zu Werke, während „Nite line“ und „Worn out welcome“ wieder zwei dieser mitreißenden Tracks im Stile der beiden Opener sind.

So wechseln sich die 15 Songs (die europäische Version enthält mit „Stop writing songs – Acoustic“ und „American high school“ zwei Bonus Tracks) stilistisch wunderbar ab, lassen mal eine Mundharmonika zur Orgel aufspielen („Never been high“) oder eine beschwingte Country-Polka vom Stapel („Crazy people do“). Das ist durchweg homogen und harmoniert wirklich prächtig miteinander.

Jeff Caudills Erstling „Here’s What You Should Do“ stellt eine echte Alternative zu den Werken bereits etablierter Singer/Songwritern sogar. Er beweist ein geschultes Händchen für Texte, Melodien und die richtige Portion Härte in seinen Songs. Das ist im direkten Vergleich mit Bright Eyes eventuell etwas unspektakulär, aber dennoch schön! Die treuen Gameface-Fans wird es auf jeden Fall freuen. Und vielleicht kommen ja noch ein paar Getreue hinzu.

Anspieltipps:

  • Nite lite
  • Getaway car
  • I just disappear
  • Never been high
  • Stop writing songs
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