Adam West - Power To The People - Cover
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Adam West Power To The People


  • Label: People Like You/SPV
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Erst 18 Monate ist es her, da wurde die Adam-West-CD „Hi-Balls Are Rolling!“ veröffentlicht, die Fans und Sammlern 20 Klassiker und Raritäten aus mehr als zehn Karrierejahren, in denen 25 Singles und 10 EPs herausgebracht wurden, präsentierte. Nun steht mit „Power To The People” der nächste Studio-Longplayer der sympathischen Garagen-Punks aus Washington DC in den Startlöchern, der von einer ausgedehnten Europa-Tour flankiert wird.

Zur Beruhigung sei gleich mal gesagt, dass sich am visuellen und musikalischen Erscheinungsbild von Sänger Jake Starr – dem einzigen verbliebenen Gründungsmitglied – und seinen Mitstreitern Steve (Bass), Jim Sciubba (Drums) und Dan-o Deckelman (Gitarre) noch immer nichts geändert hat. Die Jungs sehen weiterhin etwas abgerissen aus, sie machen immer noch rotzigen Punkrock’n’Roll, der keine großartige Studioproduktion erfährt, und simple Texte, die sich nach dem vierten Bier ganz vortrefflich mitgrölen lassen.

Obwohl sich Adam West ganz offenbar treu geblieben sind, kann ihr neues Album freilich nicht mit der Hit-Power der vorjährigen Single-Sammlung mithalten. Dazu fallen einige Songideen einfach zu schwach aus („Manny the ripper“) oder wiederholen bekanntes Riffing („Ecuadoran eyeball“). Dennoch lässt sich mit treibenden Rockern wie „Bulletproof“, „Gigolo“ und „Until you kiss me“ auch heute noch ein Staat machen. Jake Starr brüllt dabei das eine oder andere Mal wie von Sinnen, was sich wie eine Mischung aus Ian Astbury (The Cult, The Doors Of The 21st Century) und Henry Rollins (Rollins Band) anhört. Das ist nach wie vor ziemlich stark und ändert nichts am Coolnessfaktor dieser Band.

Fazit: Auch „Power To The People“ bietet wieder feinen Garagen-Punk, der zwar an einigen Stellen nicht mehr ganz frisch klingt, aber als Ganzes immer noch funktioniert.

Anspieltipps:

  • Zenith
  • Lost im Ost
  • Until you kiss me
  • Megalomania (is my only vice)
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