Damian Marley - Welcome To Jamrock - Cover
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Damian Marley Welcome To Jamrock


  • Label: Tuff Gong/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 63 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der 27jährige Damian „Junior Gong“ Marley ist der jüngste Sohn von Reggae-Gott Bob Marley. Wie es sich für den Abkömmling eines Musikgottes gehört, macht auch Damian seit seiner frühesten Jugend Musik. Mit 13 gründete er seine erste Band The Shepherds. Seit 1994 arbeitet er als Solokünstler und brachte zwei Jahre später auf dem Tuff-Gong-Label seines Vaters sein Debütalbum „Mr. Marley“ heraus. 2001 erschien mit „Halfway Tree“ das zweite Werk von Damian, das eine Grammy-Auszeichnung als bestes Reggae-Album erhielt, von der Öffentlichkeit aber weitgehend unbemerkt blieb.

Nachdem weitere vier Jahre ins Land gezogen sind, liegt nun Album Nummer drei vor: „Welcome To Jamrock“ stieg direkt auf Platz sieben der US Billboard Charts ein und stellt damit den besten Chart Entry dar, den je ein Reggae-Musiker in den USA erzielte. Damit wird Damian Marley endlich das öffentliche Interesse zuteil, welches er nach Meinung vieler Experten schon beim Vorgänger verdient gehabt hätte. Es ist allerdings auch schwierig, sich mit einem Newcomer „anzufreunden“, wenn dieser im Schnitt vier Jahre für ein neues Werk benötigt.

„Welcome To Jamrock“ kann sich vor allem durch eines auszeichnen: Damian Marleys schonungslose Texte, die Probleme und Missstände direkt ansprechen und dabei vor nichts zurückschrecken. Das fängt beim kompromisslosen Opener „Confrontation“ an, der eine wütende Beschreibung von Armut und politischer Gewalt in seiner Heimat Jamaika darstellt und geht weiter mit aufrüttelnden Songs wie „Pimpa’s paradise“, der das Thema Drogensucht und Prostitution behandelt.

Musikalisch bewegt sich Marley, der das Album zusammen mit seinem Bruder Stephen produziert hat, auf den Spuren von Roots Reggae, HipHop/Rap, Dancehall und R&B. Zudem kann er mit dem Rapper Nas („Road to Zion“), Bobby Brown („Beautiful“), Black Thought („Pimpa’s paradise“), Rovleta Fraser („Hey girl“) sowie Bounty Killer Feat. Eek-A-Mouse („Khaki suit“) auf einige namhafte Gäste zählen. Damit ist Damian „Jr. Gong“ Marley ein recht kurzweiliges Album zwischen Party-Tracks („All night“), schönen Reggae-Balladen („There for you“) und tanzbaren, gesellschaftskritischen Tunes („Move!“) gelungen.

Anspieltipps:

  • Move!
  • Beautiful
  • There for you
  • Pimpa’s paradise
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