Hermano - Live At W2 - Cover
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Hermano Live At W2


  • Label: Suburban Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie lange kann ein Musiker eigentlich von einem Legendenstatus zehren? Eine Frage, die man sich im Falle eines John Garcia durchaus mal stellen kann. Denn inzwischen sind gut zehn Jahre seit der Trennung der Stoner-Rock-Legende Kyuss vergangen. Zehn Jahre, in denen sich der ehemalige Kyuss-Sänger mit mehr oder weniger mittelklassigen Bands wie Slo-Burn, Unida und Hermano durchgeschlagen hat, ohne auch nur im Ansatz an alte Großtaten heranzureichen.

Bei dem verkappten All-Star-Projekt Hermano singt John Garcia auf Einladung des Bassisten, Pianisten und Produzenten Dandy Brown. Dieser gründete die Band im Sommer 1998 zusammen mit Afghan-Whigs-Drummer Steve Earle und Supafuzz-Gitarrist David Angstrom. Komplettiert wird die Truppe durch Disengaged-Gitarrist Mike Callahan. Die erste Veröffentlichung „Only A Suggestion“ zieht sich aus vertragsrechtlichen Grünen bis ins Jahr 2002 hin. 2003 finden die Herren Zeit für neue Aufnahmen, bei denen Chris Leathers Steve Earle als Schlagzeuger ersetzt. Das Album „Dare I Say“ (2004) entsteht, das mit einer ausgedehnten Tournee promotet wird.

Von dieser „Angry American Tour“ zeugt nun der Live-Mitschnitt „Live At W2“, der am 4. Dezember 2004 im holländischen Den Bosch aufgenommen wurde. In erstaunlich guter Soundqualität präsentiert das Quintett aus Palm Desert darauf ein Dutzend Songs, die ordentlich rocken, aber auch belegen, dass das Songwriting der Band eher von durchschnittlicher Qualität ist. Die Heavy-Blues-Songs werden zwar ähnlich wie bei Kyuss ab und zu in epische Längen und frickelige Improvisationen ausgewalzt („The bottle“), doch fehlt meist der entscheidende Kick, der die Stücke aus dem Mittelmaß herausholt.

Mit der netten AC/DC-Coverversion „TNT“, einigen coolen Eigenkompositionen („Cowboys suck“, „5 to 5“, „Landetta“) und Garcias markantem Organ, das nach wie vor auf der Höhe der Zeit ist, können Hermano ein okayes Live-Album vorlegen, das die Wartezeit auf das dritte Studioalbum, das 2006 erscheinen soll, verkürzt.

Anspieltipps:

  • TNT
  • Landetta
  • Quite fucked
  • Cowboys suck
  • Senor Moreno’s plan
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