Dr. John - Live At Montreux 1995 - Cover
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Dr. John Live At Montreux 1995


  • Label: Eagle Rock/EDEL
  • Laufzeit: 78 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Er gilt als Hohepriester des Mardi Gras, Interpret erstklassiger Psychedelic Rockmusik und Erfinder des „Voodoo-Blues“. Er ist ein herausragender Pianist, Sänger und Komponist. Der Paradiesvogel der New Orleans Musikszene – Malcom John Rebennack Jr., alias Dr. John.

1942 in New Orleans geboren, interessierte er sich bereits in frühester Jugend für R&B. Mit Sänger Jerry Byrne gründete er die Formation Lights Out und die Highschool-Band The Spades. Als erster weißer Musiker gastierte Dr. John regelmäßig in der Szene New Orleans, arbeitete häufig als Sessionmusiker und eroberte sich auf diesem Wege viele Fans. Von New Orleans zog es ihn 1962 nach Los Angeles. Hier knüpfte er Kontakte zu unterschiedlichen Bands und arbeitete u.a. mit den Rolling Stones, Sam Cooke, Aretha Franklin sowie Sonny & Cher. Seinen ersten großen Erfolg landete Dr. John 1968 mit „Gris-Gris“. Er wurde berühmt für seine psychedelischen Bühnenshows in pittoresken Outfits. Nach diesem ersten Höhenflug landete er unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Seine Produktivität nahm ab und so richtig interessierte sich keiner mehr für sein Schaffen.

1981 endete endlich die Durststrecke. Das Album „Dr. John Plays Mac Rebennack“ begeisterte auf Anhieb die R&B-Szene. Seit diesem Werk überrascht Dr. John regelmäßig seine wieder gewachsene Zahl an Fans mit kleinen Meisterwerken. Er arbeitete in den vergangenen Jahren mit Musikern wie Eric Clapton, Mick Jagger, Chris Barber und anderen zusammen. Dr. Johns unnachahmlicher Stil in Verbindung mit seinem einfallsreichen Klavierspiel, seiner rauen Stimme und der puren Essenz von New Orleans hat ihn zu einem beliebten Künstler gemacht.

Seit nunmehr 40 Jahren gastiert er auf den Bühnen weltweit. Ein Highlight sicherlich die Teilnahme am Martin Scorsese Film „The Last Waltz“ – dem Abschlusskonzert der legendären Formation – u.a. mit dabei: Eric Clapton, Neil Diamond, Bob Dylan, Joni Mitchell, Van Morrison, Muddy Waters, Ringo Starr, Ron Wood und Neil Young.

Mit „Dr. John: Live At Montreux 1995” präsentiert er sich seinen Fans 2005 via DVD und CD. Sechs mal gastierte er am Genfer See, jeder Auftritt eine besondere Attraktion. Sein letztes Konzert sammelt Klassiker und unbekanntes Liedgut. Ein fabelhafter Auftritt, toller Sound und erstklassige Bilder. Eine lohnenswerte Investition in Musik, die aus dem Bauch entspringt. Dr. John hat das richtig Händchen und einen reichhaltigen Fundus an tollen Songs. Federnder Funk-Groove, Boogie-Funk, Gospel-Blues und Calypsosound. Über allen Songs schwebt seine unverwechselbare rauchige Stimme.

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