Jane Monheit - The Season - Cover
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Jane Monheit The Season


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Haben Sie eigentlich schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Nicht? Dann aber Tempo, denn keine zwei Monate mehr und Santa Claus, der alte Schwerenöter, brettert auf seinem Schlitten durchs Dorf. Zudem lässt sich in der Vorweihnachtszeit ganz hervorragend eine amtliche Spekulatiuswampe anfressen und im Glühweinrausch das unvermeidliche „Last christmas“ mitgrölen. Welch herrlich besinnliche Zeit, frei von Stress, Kommerz und ungesundem Essen. Doch bevor ich abschweife, was hat das mit Jane Monheit zu tun?

Man ahnt es fast: Frau Monheit, 28jähriges Jazz-Nachwuchstalent aus Oakdale, Long Island legt mit „The Season“ in bester amerikanischer Tradition ein Weihnachtsalbum vor. Es ist ihr erstes für Epic Records (SonyBMG), nachdem ihre ersten drei Alben beim Indie N-Coded Music erschienen. Im letzten Jahr legte sie mit „Taking A Chance On Love“ ihr Majordebüt bei Sony Classical vor, das sich ein Jahr lang in den Billboard Top 10 Jazzcharts hielt. Jetzt wird nachgesetzt und die Pop-Charts angepeilt.

Jane Monheit hat die Songs auf „The Season“ erstmalig mitproduziert. Aufgenommen wurde im Juli 2005 in den New Yorker Avatar Studios. Als Produzent stand ihr Al Schmitt zur Seite, der bereits mit Größen wie Jefferson Airplane, Sam Cooke, Natalie Cole, Luis Miguel und Diana Krall arbeitete. Für seine Arbeit wurde er in den vergangenen Jahrzehnten mit insgesamt elf Grammys ausgezeichnet. Musikalisch war an „The Season“ hauptsächlich Jane Monheits eingespieltes Stammquartett beteiligt: Schlagzeuger Rick Montalbano, Bassist Orlando Le Fleming, Gitarrist Miles Okazaki und Michael Kanan an Klavier und Keyboard.

Das Repertoire umfasst Songs wie „Merry christmas darling“, den die Carpenters 1978 zuerst aufgenommen haben, „Moonlight in Vermont“ aus dem Jahr 1948, Leroy Andersons „Sleighride“ (1947) und „My grown-up christmas list“ aus der Feder von Linda Thompson und David Foster. Dazu gesellen sich klassische Weihnachtslieder wie „I heard the bells on christmas day“, für das John Calkin 1872 die Musik komponiert hat und Evergreens wie „Have yourself a merry little christmas“ (am bekanntesten in der 1944er Version von Judy Garland) und „Santa Claus is coming to town“.

Die angejazzten Arrangements passen ausgesprochen gut zu den weihnachtlichen Liedern. Egal ob schwungvoll und fröhlich wie „The man with the bag“ oder getragen und besinnlich („Moonlight in Vermont“), Jane Monheit und ihre Musiker verstehen es ausgezeichnet, ein stilvolles Album vorzulegen, das sich wohltuend von der breiten Masse abhebt. In der Tat ein echter Tipp für den anspruchsvollen Musikfreund, der sich den Festtagen musikalisch nicht entziehen will.

Anspieltipps:

  • Sleighride
  • This christmas
  • The man with the bag
  • Have yourself a merry little christmas
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