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Diverse SZ Diskothek: 1966


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dem Motto „Mensch, das ist ja alles so schön bunt hier!“ erfasste Ende der 60er Jahre eine neuartige Droge die Kulturszene der USA. Durch LSD, das bis in den Herbst des Jahres 1966 legal war, zog der „Psychedelic Sound“ in die Rockmusik ein. Die Beats wurden härter, die Gitarrensoli uferten aus und die Texte gerieten zunehmend wunderlicher. Bald wurde der Begriff Acid Rock geboren und die Band Grateful Dead zählte zu den Vorreitern.

Zu den Stars an der Westküste zählte auch die Gruppe Jefferson Airplane, während The Velvet Underground an der Ostküste für Furore sorgte. Nach und nach kamen andere hinzu: Die Doors mit ihrem charismatischen Sänger Jim Morrison, Frank Zappa und seine Mothers Of Invention, Jimi Hendrix und Captain Beefheart. In London erblickten Pink Floyd das Licht der Welt. Kopf der Band war der Gitarrist und Kunststudent Syd Barrett, der später zu den ersten Drogenwracks der englischen Rockszene gehören sollte. Eine der seltsamen Folgen von LSD war auch, dass die Songs immer länger wurden. Die Beatles verstörten z.B. ihre Fans auf dem Album „Revolver“ mit dem eigenartigen „Tomorrow never know“ und die Rolling Stones fanden bei „Going home“ erst nach gut 12 Minuten ein Ende.

Die heile Welt fand dagegen ausnahmsweise in Kingston, Jamaika statt, wo Bob Marley die Sängerin Alpharita Anderson heiratete. In den Niederlanden gab der Deutsche Claus von Amsberg Prinzessin Beatrix das Jawort. Im Kino sorgte „Django“ für volle Kassen und Leichen auf den Straßen, während Mao Tse-tung in China das Land umkrempelte. Im Fernsehen starten die Serien „Star Trek“, zu Deutsch „Raumsschiff Enterprise“, „Raumpatrouille Orion“ und „Mit Schirm, Charme und Melone“. In Indien regiert mit Indira Gandhi eine Frau und in Deutschland probiert sich die große Koalition aus CDU und SPD aus...

Im Fundstück dieser SZ-Diskothek diskutieren Brian Wilson (Beach Boys) und Paul McCartney (The Beatles) aus, wer das bessere Album geschaffen hat – aufgegriffen vom Beach-Boys-Song „God only knows“, einem der 20 Tracks auf der beiliegenden CD. Weitere Songs stammen von den Isley Brothers („This old heart of mine“, später von Rod Stewart gecovert, der ebenfalls mit „Come home baby” vertreten ist), The Association („Along comes Mary“, 1999 von der Bloodhound Gang gecovert), The Byrds („Eight miles high“), Merle Haggard & The Strangers („The fugitive“) und The Mamas & The Papas („I saw her again”).

Anspieltipps:

  • Tim Hardin – Reason to believe
  • The Beach Boys – God only knows
  • Peter-Thomas-Sound-Orchester – Space patrol
  • John Mayall’s Bluesbreakers – Ramblin’ on my mind
  • The Walker Brothers – The sun ain’t gonna shine anymore
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