Carpark North - All Things To All People - Cover
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Carpark North All Things To All People


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Carkpark North klingen in ihren besten Momenten wie Coldplay oder Muse, ohne auf deren steten Hang zur Theatralik und großen Gesten zu verzichten.

In seiner dänischen Heimat ist das Trio Carpark North gleich mit dem Debütalbum „Transparent & Glasslike“ durchgestartet und holte Platin. Das war im Jahr 2003. Jetzt folgt mit „All Things To All People“ der zweite Streich von Lan Højen (Gesang, Gitarre), Søren Balsner (Bass, Synthesizer) und Morten Thorhauge (Drums) und einer der besten Songs der CD heißt „Transparent & Glasslike“. Na so was...

Die drei jungen Herren im Alter zwischen 23 und 24 Jahren führen die ziemlich lang gewordene Liste international erfolgreicher und musikalisch höchst interessanter Bands aus Dänemark mit einem stark produzierten und melodieverliebten Album locker weiter. Sie setzen in ihren Songs auf rockige Klänge mit fetten Gitarrenwänden, lassen aber auch ihrer Liebe für elektronische Sounds mit Loops, Samples sowie Synthesizer- und Keyboardarrangements viel Raum. Für eine so junge Band klingt das zwar hin und wieder etwas zu perfekt und glatt, aber mit einem Major Label im Rücken kann man sich halt schon am Anfang der Karriere eine erfahrene Studiomannschaft mit Joshua „Jon“ Schumann (Kashmir, Mew), Michael Patterson (Beck, Black Rebel Motorcyle Club, Jennifer Lopez) und Chris Athens (Beastie Boys, N.E.R.D., Nelly, R. Kelly) leisten.

Und so klingen Carkpark North in ihren besten Momenten wie Coldplay („Fireworks“) oder Muse („Transparent & Glasslike“), ohne auf deren steten Hang zur Theatralik und großen Gesten zu verzichten. Sie liefern druckvoll rockende Tracks („Song about us”) und verspielte Popsongs ab („Heart of me“), die wiederum an die Norweger von a-ha gemahnen oder an zwiespältige Gefühle auslösende Bands wie The Rasmus erinnern („There’s a place”, „Berlin“). Dann wirkt der Sound eine Spur zu kitschig und auf Radiotauglichkeit getrimmt. Doch die meiste Zeit macht das vorliegende Album, das gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Indie und Mainstream wandelt, viel Spaß. Denn für eine cheesy Mischung aus harten Gitarren, Electronica und eingängigen Melodien muss man sich aufgrund der Neo-Wave-Pop-Welle von der britischen Insel nicht mehr schämen.

Anspieltipps:

  • Human
  • Fireworks
  • Song about us
  • Wild wonders
  • Transparent & Glasslike
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