Story Of The Year - In The Wake Of Determination - Cover
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Story Of The Year In The Wake Of Determination


  • Label: Inkubator/SOULFOOD
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Computerzeitalter, in dem wir leben, bietet viele Möglichkeiten, um sich als Künstler zu profilieren und Anhänger um sich zu scharen. Und da schon ein hoher Prozentanteil der HeimPCs über Internet verfügt, ist die Variante, das World Wide Web als Sprungbrett für die Karriere zu nutzen, ganz oben. Durch die Hülle und Fülle von etwa 10 Milliarden Sites im Netz kann es aber auch passieren, dass der eine oder andere durch das Gitter fällt und gar nicht zum Ruhm gelangt. Dann müssen eben noch andere Hilfsmittel herhalten, wie zum Beispiel das Erscheinen auf einem ausgefallenen Soundtrack und zwar nicht auf einem für einen Film, bei dem viele Bands übersehen werden, sondern auf einem für ein Videospiel. Auf „Need for Speed Underground“ um genau zu sein. Darauf ist neben Static-X, Rob Zombie, Crystal Method, Rancid, Mystikal und vielen anderen noch „And the hero will drown” vom Debüt „Page Avenue” von der Band Story Of The Year enthalten. Der Auftritt des Quintetts um Dan Marsala (Gesang), Philip Sneed (Gitarre), Josh Wills (Schlagzeug), Ryan Phillips (Gitarre) und Adam Russell (Bass) auf der Vans Warped Tour tut sein übriges und ihr erster Silberling erreicht beinahe Platin.

Glücklich und zufrieden beginnt man mit der Arbeit am zweiten Werk. Währenddessen veröffentlichen sie noch die Live CD/DVD „Live In The Lou-Bassassins“ und bemerken den gravierenden Unterschied, dass sie vor Publikum immer um einiges härter zur Sache gehen als im Studio. Also beschließen sie die Energie ihrer Auftritte in den neuen Songs zu bündeln, damit das Live/Studio-Gefälle diesmal nicht allzu groß ausfällt. Sieht man sich nun die Rückseite des Booklets von „In The Wake Of Determination“ an, grinsen die Mitglieder selbstbewusst und zuversichtlich in die Kamera. Haben sie ihr Ziel denn dermaßen gut hinbekommen oder stellt das Foto eine Beschwichtigungsmaßnahme a la „Es tut uns leid“ dar? Die Auflösung liefert uns der Opener „We don´t care anymore“ in vielfacher Hinsicht, denn sowohl der Titel als auch der musikalische Gehalt des Songs ist bezeichnend für den weiteren Verlauf der Platte: Sollten die Fünf für den Hörer ihren Vorsatz nicht immer erreicht haben, es ist ihnen egal, denn schließlich gibt es einige Nummern für die harte und manche für die alte und neue Fraktion der Anhängerschaft.

Zur härteren Gangart zählen der bereits erwähnte Opener „We don't care anymore“, „Take me back“, „Meathead“ und das rein für die Stadien dieser Welt geschriebene „Is this my fate? he asked them“, das vor allem gegen Ende Lust auf eine Livedarbietung macht. Neulingen sei vor allem „Our time is now“, „Five against the world“ und das durch den ruhigen Aufbau an „The end“ von Bullet For My Valentine erinnernde „Sleep“ ans Herz gelegt, die sich bei den melodischen Songs schnell zurechtfinden werden. Einige Stolpersteine gibt es bei „In The Wake Of Determination“ dennoch. „March of the dead“ und „Pay your enemy“ klauen bei den vorangegangenen Stücken und halten daher bestenfalls als Füllmaterial her, wie das unentschlossene „Wake up the voiceless“, das durch die permanenten „Woooahoho“-Rufe und Laut-Leise-Phrasierung nicht überzeugen kann.

Wie sieht es nun mit der Umsetzung von Bühne auf Scheibe aus? Zugegebenermaßen ein Stück wie das letzte, damit ist jetzt nicht der unbetitelte Bonus Track gemeint, hätte man nach „Page Avenue“ nicht erwartet, es versprüht aber gelungen die Atmosphäre, die bei einem Auftritt der fünf Jungs herrschen muss. Um ein durchwegs gelungenes Werk abzuliefern müssen sie allerdings noch an ihrem Songwriting arbeiten („Sleep“ zeigt dass sie es drauf haben), damit sich einige Songs untereinander nicht so stark ähneln. Die Fans werden das neue Werk aller Voraussicht nach dennoch verschlingen und vielleicht schaut diesmal sogar eine Platin-Auszeichnung heraus.

Anspieltipps:

  • Sleep
  • Take Me Back
  • Our Time Is Now
  • We Don´t Care Anymore
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