Sophie Zelmani - A Decade Of Dreams 1995-2005 - Cover
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Sophie Zelmani A Decade Of Dreams 1995-2005


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 75 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Selbst wenn Compilations nicht jedermanns Sache sind, ist „A Decade Of Dreams“ eine lohenswerte Anschaffung.

Das nennt man alte Schule: Nach zehn Jahren und fünf Studioalben ist es für Sophie Zelmani an der Zeit, ihre bisherige Karriere in Form eines „Best Of“-Albums zusammenzufassen. Eine durchaus legitime Sache und nicht zu vergleichen mit irgendwelchen kurzlebigen Casting-Acts, die schon nach zwei CDs zur ersten „Greatest Hits“-Platte getrieben werden. Von Hits lässt sich bei Sophie Zelmani außerhalb ihrer schwedischen Heimat sowieso kaum sprechen. In einigen Ländern wie der Schweiz oder Japan ist sie zwar recht erfolgreich, aber in den deutschen Charts konnte sich z.B. noch keines ihrer bisherigen Alben platzieren.

Dabei tauchen immer wieder Songs von Sophie Zelmani in Filmen und TV-Serien auf („Die Hochzeit meines besten Freundes“, „Independence Day“, „Buffy“, „Dawson’s Creek“). Aber auch das hat noch nicht zum großen Durchbruch geführt. Doch vielleicht klappt dieses Kunststück jetzt mit „A Decade Of Dreams“. Für dieses Compilation-Album hat die Folk-Pop-Sängerin 15 ihrer persönlichen Lieblingsstücke ausgesucht, davon zwei neu arrangiert und zusätzlich drei neue Songs aufgenommen. Verpackt wurde das Ganze in ein ansprechendes Digipack, das mit einem gewohnt schönen und informativen Booklet aufwartet, das hochwertige Portraitfotos Frau Zelmanis von Irmelie Krekin und Anton Corbijn enthält. Corbijn gehört übrigens zu den Freunden der Sängerin und verfasste den Einleitungstext zu „A Decade Of Dreams“. Er kommt zu dem Fazit: „Sophie singen zu hören, ist gleichzeitig wie in ein Samtlaken eingewickelt zu sein und auf den Boden geholt zu werden; im Grunde eine Beschreibung des Himmels auf Erden.“ Eine sehr schöne Darstellung für die zarteste Versuchung, seit es schwedische Popmusik gibt.

Für die Fans der Schwedin sind natürlich vor allem die neuen Stücke interessant. Von diesen wurde „I can’t change“ als Single ausgewählt. Das Lied geht ein wenig in die Richtung einer Norah Jones und klingt bedeutend freundlicher als das düster gehaltene „Bitter kind“, dem zweiten neuen Song. Bleibt noch „Our love“, ein versponnenes Liebeslied, das sich getragen von zarter Pianobegleitung zum großen Finale des Albums aufschwingt. Neu arrangiert wurde „So long (Aranjuez Version)“, das in der neuen Version etwas schneller als das Original aus dem Jahr 1998 ist. Zudem haben die Gitarren jetzt einen leichten spanischen Touch. Auch „Always you“, die erste Single in der Kariere Sophie Zelmanis, bekam ein neues Gewand. In der „Ten years later“-Version wurde der „seltsam klingende Gesang“ (S. Zelmani) der Urversion ausgemerzt.

Selbst wenn Compilations nicht jedermanns Sache sind, ist „A Decade Of Dreams“ eine lohenswerte Anschaffung. Entweder als Einstieg oder als Ergänzung der Sammlung. Denn die 18 Tracks stellen einen behutsam zusammengestellten Querschnitt des Schaffens der 33-Jährigen dar, die natürlich auch persönliche Favoriten unter ihren Alben hat („Sing & Dance“ aus dem Jahr 2002, sowie „Precious Burden“, 1998). Dennoch kommt keines der insgesamt fünf Werke bei der Songauswahl zu kurz. Darüber hinaus wurden die Songs so aneinander gereiht, dass sich auch für den Compilations eher abgeneigten Hörer eine Art Studioalbumatmosphäre einstellt. So soll es sein!

Anspieltipps:

  • Oh dear
  • Our love
  • Stand by
  • Nostalgia
  • Happier man
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