Greenhaus - You´re Not Alone - Cover
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Greenhaus You´re Not Alone


  • Label: Kalinkalan/Nova Media
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„You're Not Alone“ wiederholt Sängerin Phoenix J immer wieder im ersten Song des gleichnamigen Albums der Band Greenhaus. Und damit beginnt die Reise in die Welt der Elektro-Poper. Seit 1999 gibt es Greenhaus schon und nachdem 2004 ihr erstes Album „Another Life“ veröffentlicht wurde, kommen sie nun auch erstmals in die deutschen Plattenläden, mit ihrem neuen Album „You're Not Alone“.

Das britische Trio besteht neben Sängerin und Texterin Phoenix J noch aus Steve Bellamy, der verantwortlich ist für Keyboard, Gitarre, Bass und Electronics und Jon Williams an der Lead- und Akustikgitarre. Für „You're Not Alone“ haben sich Greenhaus Unterstützung geholt bei verschiedenen Musikern, die auch zum Teil die Gesangsparts übernehmen. So kann man bei „Not in my name“ und „Eyes open wide“ Anthony Neale hören, der auch an den Texten mitgeschrieben hat.

Das Cover wirkt düster und geheimnisvoll, auch das Booklet arbeitet mit viel weiß und schwarz und lässt somit schon erahnen, was den Hörer bei dieser CD erwartet. Es sind zumeist kosmische Klänge, die aus den Boxen hallen, es wird mit Effekten gespielt, ohne die Songs zu überladen. Lange Intros prägen den Klang und dann, wenn man es schon gar nicht mehr erwartet, setzt Phoenix J wieder ein und setzt dem Ganzen die Krone auf. Ihre hohe, zarte Stimme ergänzt sich mit der Musik und verfeinert das Gesamtbild. Es finden sich auf diesem Album aber auch instrumentale Stücke, wie „The greatest place on earth“. Und diese wirken auch völlig ohne Gesang komplett.

Zu Beginn ihrer Bandgeschichte galten Greenhaus als Technogruppe. Davon ist aber nichts mehr zu merken. Bei „Higher ground“ klingen sie sogar recht rockig. Phoenix J's hohe Stimme lässt diesen Track ein wenig nach Skunk Anansie klingen. „Bird of passage“ nimmt mit auf eine Reise voll mit sphärischen Klangwänden, der Text verleiht dem Song eine traurige Note („Cos I'm a bird that has flown, a bird of passage, all alone“). „Too many fears“ klingt wie die frühe Dido, auch stimmlich, denn da übernimmt Josie Akers das Mikrofon. Experimentierfreudig beginnt „Golitha falls“; es ist zunächst nicht durchschaubar, auf welche Emotionsseite sich dieser Song schlägt. Doch dann ertönen ruhige, entspannende Gitarrenklänge, umspielt mit sanfter Technik, die den Song auch zum Ausklingen bringen. Mit „Take the time“ endet das Album und in den Abschluss wird noch mal ordentliches Können hineingesteckt. Auch wenn hier weniger auf die klangliche Fülle geachtet wird, so ist das Lied doch vollkommen.

Greenhaus entlassen den Hörer durch die Aussage „We'll take the time, we'll make it better.“ mit einem positiven Gefühl aus ihrem Universum. Vergleiche mit Massive Attack häufen sich. Aber Greenhaus zeigen auf ihrem Deutschland-Debüt deutlich, dass sie für Vergleiche zu individuell sind. Ihr Widererkennungswert ist hoch. Ideal ist „You're Not Alone" beim nächtlichen Autofahren oder bei einem heißen Bad. Wärme und Kälte, Hoffnung und Verzweiflung, Willkommen in der Welt von Greenhaus.

Anspieltipps:

  • The Greatest Place On Earth
  • You're Not Alone
  • Too Many Fears
  • Golitha Falls
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