Take That - Never Forget: The Ultimate Collection - Cover
Große Ansicht

Take That Never Forget: The Ultimate Collection


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 77 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Spätestens wenn die Mitglieder einer Boyband die Altergrenze 30 erreichen, ist Schluss mit Teddybären auf der Bühne, halsbrecherischen Choreographien und auch der Karriere. Die vorliegenden Greatest Hits sind aber nicht von irgendeiner Boygroup, sondern von einer der wichtigsten der 90er Jahre: Take That. Sie hat Maßstäbe nicht nur in punkto Plattenverkäufen, sondern auch im Bereich Vermarktung und der Verbreitung von Massenhysterie gesetzt. Take That ist aus evolutionstechnischer Sicht die Ursuppe der heutigen Teeniegruppen.

Von 1990 bis 1996 räumten die Fünf Awards in Serie ab. Take That waren nach den Beatles die erfolgreichste britische Band der Musikgeschichte. Mit den als Boygroupklassikern geltenden Hits „Relight my fire“, „Everything changes“, „Could it be magic“ und „Babe“ haben sie die Charts beherrscht. Mit „Back for good“ charteten sie sogar auf dem amerikanischen Musikmarkt, aber da kam schon die Trennung. Da die Band, bestehend aus Songwriter Gary Barlow, Mark Owen, Jason Orange und Howie Donald, nun altersmäßig Mitte Dreißig, in diesem Jahr eine kleine Reuniontour durch England plant, wurde flugs die bereits 1996 veröffentlichte „Never Forget“-CD neu aufgelegt.

Kein Geringerer als Robbie Williams war ja auch bis 1995 Mitglied dieser Gruppe, nur hat dieser als Solokünstler soviel Erfolg wie Heerscharen von anderen Sängern einschließlich den verbliebenen vier Take-That-Mitgliedern zusammen. Sein Geldbeutel und sein Terminkalender sind so voll, da blieb nur die Absage für diese Reunion auf Zeit. Mark Owen hat drei Soloalben veröffentlicht und verbuchte neben Robbie noch die meisten Longplayerverkäufe ohne Take That. Seltsamerweise erreichte Gary Barlow, der fast alle Superhits komponiert hat, diesen nicht, denn seine Soloprojekte blieben doch sehr hinter den Erwartungen zurück. Jason Orange versuchte sich als Theaterschauspieler und Howard Donald arbeitete wenig erfolgreich als DJ.

Als Lockvogel für den Kauf dieser Hitsammlung dient ein bisher nicht veröffentlichter Song namens „Today I've lost you“, den die Vier in diesem Jahr vollendeten. Der Song „Relight my fire“ wurde noch mal neu gemixt und „Pray“ ist als Liveversion aus Berlin zusätzlich zu der Albumversion dabei. Der einzige neue Track „Today I've lost you“ ist leider sehr langweilig und plätschert so dahin, also kann das ganze Projekt wohl nur als Abzockvariante der Plattenfirma und der Künstler angesehen werden. Die erwähnten Klassiker waren in den 90er Jahren gut und sind es auch jetzt immer noch, aber die 1996er „Greatest Hits“-Ausgabe reicht dem Fan völlig. Alle, die den Kauf bisher verpasst haben, können jetzt diese Sammlung von 19 Songs erwerben und in seligen 90s-Erinnerungen schwelgen.

Anspieltipps:

  • Pray
  • Babe
  • Never forget
  • Back for Good
  • Relight my fire
  • Could it be magic
Neue Kritiken im Genre „Pop“
8/10

Sweet Sweet Silent
  • 2017    
Diskutiere über „Take That“
comments powered by Disqus