The Busters - Evolution Pop - Cover
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The Busters Evolution Pop


  • Label: Offbeat Records
  • Laufzeit: 62 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

The Busters können wahrlich auf eine lange und durchaus erfolgreiche Karriere zurückschauen. Gründungsjahr war 1987, eine Zeit also, in der Ska schon tot geglaubt war. Doch das hinderte die damals Jugendlichen Herren (elf Mann!!) nicht daran, diesen Stil weiter zu spielen. Und für ihre Tat werden sie belohnt, denn die ersten Auftritte der Busters sind ausverkauft und gelten nachhaltig als legendär. Und ganz plötzlich ist Ska wieder in. Es folgen Festivals, sowohl national als auch international brauchen sich The Busters nicht verstecken. 1995 darf die Band auf dem Montreux Jazz Festival spielen, was ihren berechtigten Erfolg nur unterstreicht. Die Ursprungsmitglieder bleiben nicht, es kommt im Laufe der Jahre zu einigen Auswechslungen, heute setzt sich die Gruppe aus zwölf Mitgliedern zusammen.

Seit 1997 eröffnet die Combo ihr eigenes Label Dogsteady. Mit „Revolution Pop“ werden The Busters wohl auf ihrer Erfolgswelle weiterschwimmen. Sie bedienen sich bei Klängen, die an anderer Stelle schon super funktioniert haben. So klingt „Whiskey 'til I drop“ beispielsweise verdächtig nach Stefan Raab und es finden sich Effekte, die man bei Farin Urlaubs Solodebüt „Endlich Urlaub“ schon zu hören gemeint hat. Nach kurzer Recherche zeigt sich, dass das kein Zufall ist, denn Farin Urlaub, mittlerweile guter Freund der Band, hat sich von den Busters bei seinem Album tatsächlich unter die Arme greifen lassen.

Das Ska definitiv noch nicht tot ist, zeigt sich in fünfzehn erstaunlich frisch klingenden Songs. Die Trompeten, punktgenau eingesetzt, sorgen für die Höhepunkte vieler Songs. Mitgrölhymnen reihen sich an Partyknüller und machen dieses Album zu einer Gute-Laune-Platte. Wer The Busters noch nicht kennt, sollte sie spätestens jetzt kennen lernen und man wird sich mehr als einmal wundern, dass es solch gelungene Musik in deutschen Landen gibt. Die Spanne der Genres reicht von Punkrock („Radio smash hit“) bis zu Reggae („Legalize love“) und dürfte somit eine breite Hörermasse ansprechen. Die CD-Hülle sieht aus, wie ein buntes Knallbonbon aus längst vergangener Zeit, die Tracklist auf der Rückseite ist wild durcheinander gewürfelt und macht neugierig auf den Inhalt der Verpackung. Und auch wenn es Ska nicht erst seit gestern gibt, klingt „Evolution Pop“ doch durchweg frisch und nie verstaubt.

Anspieltipps:

  • Legalize Love
  • Hey Little Girl
  • Clocks Don't Rock
  • Whiskey 'Til I Drop
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