Johnny Cash - Ring Of Fire: The Legend Of Johnny Cash - Cover
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Johnny Cash Ring Of Fire: The Legend Of Johnny Cash


  • Label: SonyBMG/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Ring Of Fire: The Legend Johnny Cash“ präsentiert erstmals alle Hits aus der fast fünfzigjährigen Karriere der amerikanischen Musiklegende auf einer CD. Klingt gar nicht schlecht – nur das Gefühl sagt etwas anderes. Denn in Verlauf einer so langen Zeit sind bereits unzählige Hit-Kopplungen des „Man in Black“ erschienen, wovon wohl jeder mindestens eine im Regal stehen hat. Doch in der Tat versammeln die 21 Aufnahmen erstmals labelübergreifend Songs aus Cashs Phasen bei Sun Records, Columbia und American Recordings, womit diese Kopplung ihre Daseinsberechtigung hat.

In nicht chronologischer Reihenfolge beginnt das Album mit dem wohl größten Hit in Johnny Cashs Karriere: „Ring of fire“ aus dem Jahr 1963. Danach werden u.a. mit „I walk the line“, „Jackson“, „Folsom prison blues“ und „A boy named Sue“ die Smash Hits aus der Sun/Columbia-Zeit im Wechsel behandelt. Weitere Songs aus der Sun-Records-Periode sind u.a. die aller erste Single „Hey, Porter”, „Cry! Cry! Cry!”, ein von Sam Phillips produzierter Top-20-Hit, sowie „Big river“ und „Guess things happen that way“. Ebenfalls nicht vergessen wurde ein Beitrag der Supergruppe Highwayman (Willie Nelson, Kris Kristofferson, Waylon Jennings, Johnny Cash) – und zwar die gleichnamige Single „Highwayman“ aus dem Jahr 1985.

Mit dem Titel „Man in black“ definierte Cash in den 70er Jahren seine ganz persönliche Philosophie und erhielt für den Rest seines Lebens einen Spitznamen. „The Wanderer“ ist ein Duett mit U2, das auf dem 1993er Album „Zooropa“ erschienen ist. In diesem Jahr trat der Produzent Rick Rubin, der mit seiner Arbeit für diverse Rap- und Rock-Künstler bekannt geworden war, an Cash heran und bot ihm Aufnahmen jedweder Art an. Die sogenannten „American Recordings“ holten Cash aus einem langen Tief heraus und brachten ihn 40 Jahre nach seinem Debüt einer jüngeren Generation nahe. Auf insgesamt vier „Amercian Recordings“-Produktionen zwischen 1994 und 2002 lieferte Cash atemberaubende Interpretationen z.B. von Soundgardens „Rusty cage“, U2s „One“, Depeche Modes „Personal Jesus“, Hank Snows „I’ve been everywhere“ und Nine Inch Nails „Hurt“.

Johnny Cash starb am 12. September 2003 im Alter von 71 Jahren. Heute, 50 Jahre nach seinem Debüt, ist er eine unsterbliche Legende der amerikanischen Musikwelt. Diesen Status kann eine Sammlung von 21 Songs natürlich nicht zur vollen Zufriedenheit wiedergeben. Aber für Einsteiger ist das Album eine feine Sache.

Anspieltipps:

  • Hurt
  • Jackson
  • Ring of fire
  • Personal Jesus
  • Guess things happen that way
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