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Diverse SZ Diskothek: 1965


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Diese Ausgabe der SZ-Diskothek wartet mit einer kleinen Sensation auf. Denn das Popjahr 1965 wird von keinem geringeren als dem Amerikaner Greil Marcus kommentiert. Marcus zählt zu DEN Pop-Literaten schlechthin und veröffentlicht seit mehr als 30 Jahren Bücher und Artikel über Musik. Er gilt als der renommierteste Rockkritiker der Welt. Er berichtet aus seiner Sicht vom Musikjahr 1965, das in den USA ganz im Zeichen des Vietnamkrieges stand. Er erzählt von Unruhen in den schwarzen Ghettos und wie sich die Befindlichkeit des Landes auf die Hitparaden auswirkte.

So wurde Petula Clarks „Downtown“, ein Song über die Freiheit, der erste Nummer-1-Hit des Jahres. Abgelöst wurde der Song von einem weiteren Lied über die Freiheit: Sam Cookes „A change is gonna come“. Inspiriert von Bob Dylans „Blowin’ in the wind“ aus dem Jahr 1963, nahm Cooke seinen Song am 30. Januar 1964 auf, mit dem er ein Jahr später einen der größten Soulsongs aller Zeiten in die Charts bringen sollte.

Die erfolgreichste Platte des Jahres war der „Marry Poppins“-Soundtrack, der über die Monate auf Platz eins stand. Bob Dylan lieferte mit „Subterranean Homesick Blues“ seine erste Rock’n’Roll-Platte ab. Die Rolling Stones schlängelten sich mit „Play with fire“ (die B-Seite von „The last time“) in das Nachtprogramm der Radiosender und Van Morrisons „Gloria“ schwappte aus Irland über den großen Teich. Die Beatles verteilten ein „Ticket to ride“ und die Byrds schafften mit ihrer Version von „Mr. Tambourine man“ einen Welthit. Die Rolling Stones setzten nach und hauten mit „(I can’t get no) Satisfaction“ einen ebenbürtigen Knaller raus. Doch damit nicht genug. Die überlange Single „Like a rolling stone“ von Bob Dylan wurde zu einem stürmisch verlangten Epos, das nur von den Beatles („Help!“) von Platz eins der Charts abgehalten wurde.

Aus diesem musikalisch hochinteressanten Jahr wurde u.a. folgende Stücke für die CD-Beilage der SZ-Diskothek ausgewählt: „People get ready“ (The Impressions), „I’ll feel a whole lot better“ (The Byrds), „Call me“ (Petula Clark), „It’s the same old song“ (The Four Tops), „Watcha gonna do about it“ (Small Faces) und „The tracks of my tears” (Smokey Robinson & The Miracles). Darüber hinaus befasst sich das Fundstück mit dem Soulmusiker Wilson Pickett, der von der Zeitschrift „Hit Parader“ interviewt wurde.

Anspieltipps:

  • Roger Miller – King of the road
  • The Impressions – People get ready
  • Wilson Pickett – In the midnight hour
  • The Lovin’ Spoonful – Do you believe in magic
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