Lake Trout - Not Them, You - Cover
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Lake Trout Not Them, You


  • Label: Palm Pictures
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der erste Song beginnt zu spielen und wenn nicht die Stimme von Woody Ranere wäre, dann könnte man Lake Trout sehr schnell mit Pelzig verwechseln. „Shiny wrapper“ ist ein rockiger Opener und gibt ein gelungenen Einstieg in „Not Them, You“. Wer Indierock mag, ist bei Lake Trout genau richtig. Riddle zeichnet sich durch eine eingängige Gitarre aus, Schlagzeug und Bass übernehmen die Aufgabe des „Auffüllens“ und der Gesang macht den letzten Schliff. Jedoch klingen viele Melodien nicht mehr neu, was aber nicht verwunderlich ist, bei der Fülle an Indie-Bands, die in den letzten Monaten und Jahren aus der Erde geschossen kamen.

Der Song zum gleichnamigen Album ist ruhig und experimentell und steht nicht, wie man vermuten würde, für den Hauptsound des Albums, es gibt auch keinen Gesang und „Not Them You“ verhallt langsam aus den Boxen, um Platz zu machen, für einen wieder „typischen“ Song dieses Albums: „Now we know“. Eine Prise Audioslave hier, ein Schuss Stereophonics da, so könnte man den Stil der Gruppe beschreiben, die setzt sich aus James Griffith (Bass, Gitarre), Michael Lowry (Schlagzeug, Percussion), Matt Pierce (Flöte, Percussion) und schon genanntem Woody Ranere (Gesang, Gitarre) zusammensetzt.

Jedes Lied der vier Amerikaner ist nett anzuhören, reißt den verwöhnten Hörer aber nicht vom Hocker. Zwar findet man an einigen Passagen, wie in „King“ zum Beispiel, wohlklingende Arrangements, aber was dem Album fehlt, ist das Besondere. Songs wie „Have you ever“ wären vor drei, vier Jahren wahrscheinlich ein riesen Knüllerhit geworden, aber in einer Zeit wie dieser geht das durchaus talentierte Quartett einfach unter. So kommt es, dass man beim Hören zwar nicht weiterzappt, aber eben auch nicht ins Mitwippen gerät.

„Not Them, You“ ist ein Album, das sich ganz gut im CD-Regal macht, dass aber wahrscheinlich nicht allzu häufig aus eben Selbigem herausgeholt wird. „Honey“ testet die Höhenlage von Raneres Stimme gewaltig, fängt schön harmonisch an, lässt auf mehr hoffen und ist dann... schon vorbei. Pulver verschossen, oder wohl eher, Lunte gezündet, aber vergessen Schießpulver in das Kanonenrohr zu stopfen. Auch „Keep your eyes shut“, der letzte Song des Albums, ist ruhig und ohne Gesang. Der Song plätschert so vor sich hin. Song 16 endet, die CD wird wieder fein säuberlich in die Hülle gelegt und findet dann ihren dramatischen Weg in das CD-Regal.

Anspieltipps:

  • Shiny Wrapper
  • Now We Know
  • King, Keep Your Eyes Shut
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