Slunt - Get A Load Of This - Cover
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Slunt Get A Load Of This


  • Label: Repossession Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Wort „Slunt” findet man leider nicht im Wörterbuch. Aber warum lange rätseln? Der Anblick des Covers und der Musikerinnen auf dem Backcover wird die Phantasie garantiert anregen.

Hinter Slunt verbirgt sich eine Rockband, die sich im Jahr 2002 in New York City formierte. Nach einer selbstbetitelten EP im Jahr 2004 erscheint nun der Debüt-Longplayer von Abby Gennet (Vocals, Gitarre), Jenny Guns (Bass, Vocals), Pat Harrington (Gitarre) and Charles Ruggiero (Drums) namens „Get A Load Of This“ – eine Aufforderung, der zumindest der männliche Teil der Bevölkerung nicht widerstehen können wird…

Die Musik von Slunt benötigt nicht viele Worte. Ein Hinweis, dass das Quartett als Vorgruppe von Motörhead unterwegs war, ersetzt ellenlange Beschreibungen. Wie bei den Jungs um Chef-Warze Lemmy Kilmister, geht es auch bei den New Yorkern um Kiss-Ass-Rock’n’Roll, der weder Schönheits- noch Innovationspreise gewinnen will. Bei Slunt zählen nur drei Dinge: Riffs, Riffs, Riffs! Mal treibend nach vorne gepeitscht („All that I got“, „Loved by you“), mal zäh wie Lava („Never say never“, „Hawg“) oder einfach höllisch groovy („Not about you“, „The best thing“), aber immer inbrünstig befeuert von den zwischen lieblich und rotzig changierenden Stimmen von Abby Gennett und Jenny Guns.

Das erinnert in seiner Machart an Girl-Rockbands wie Sleater Kinney und Kitty bzw. an die Biker-Rocker von Nashville Pussy. Und auch thematisch sind die Weichen klar gestellt. Dazu Abby Gennet: „We want to put the sex back in rock and roll. We don't like to bring it down. We just bring it.” Warum auf dem Album dennoch kein „Parental Advisory: Explicit Lyrics”-Sticker prangt, verwundert dann doch. Denn Slunt nehmen kein Blatt vor den Mund (Tipp: Der Hidden Track am Ende). Hat da etwa jemand bei den Behörden nicht aufgepasst?

„Get A Load Of This“ ist ein feiner Spaßbringer für zwischendurch. Die Band bietet gut abgehangenen Hardrock mit frechen Texten und simplen, aber amtlich auf die Zwölf zielenden Riff-Kanonaden aus der Rotzrock-Abteilung. Irgendwie cool!

Anspieltipps:

  • Hawg
  • Loved by you
  • Fast city girls
  • Waiting for you
  • I wanna be your only one
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