AK4711 - Erste Hilfe - Cover
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AK4711 Erste Hilfe


  • Label: Grönland/EMI
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Heintje, Heino, Madonna, Shakira – als Künstler braucht man keinen Nachnamen, um erfolgreich zu sein. Auch nicht die Girls der Indierockband AK4711. Diese heißen Anja (Gesang), Caro (Drums), Cindy (Bass) und Kerstin (Gitarre). Fertig! Noch Fragen? Dann kaufen Sie bitte die CDs der Damen und machen AK4711 berühmt. Vielleicht gibt es dann schon bald mehr Infos im Musikmagazin Ihres Vertrauens.

Soviel ist bereits jetzt bekannt: Vor ca. 1½ Jahren entwickelte sich über ein paar Ecken die musikalische Beziehung der vier Frauen aus Berlin, Hamburg und Belgien. Daraus entstand die Gruppe AK4711, die auf ihrem ersten Album „Erste Hilfe“ eine Kombination aus Rock-, Pop-, und Elektromusik in die Wagschale schmeißt. Produziert wurde das Werk von Andy Gill (Gang Of Four, Futureheads, Killing Joke, Red Hot Chili Peppers) in dessen Londoner Studio. Unter Vertrag steht das Quartett bei Herbert Grönemeyers Label Grönland Records.

Wer meint, dass sich das jetzt gar nicht nach Independent anhört, hat natürlich Recht. Ein paar Songs klingen zwar durchaus krawallig und auf Indierock gebürstet („Liebe ist nicht, weil sondern trotzdem“), aber gegen Radio- und TV-Einsätze wird sich im Hause Grönland/EMI niemand wehren. Dazu ist die Marktintegration einer neuen Band einfach zu kostspielig, als dass nur ein paar Insider zur ersten Singleauskopplung „Rock“ mit den Füßen wippen. Und so probieren es AK4711 mit Reggaerhythmen („Stimme der Vernunft“), Countryeinflüssen („Ich will küssen“), Schubidub („Lollipop“) und Rock’n’Roll („Erste Hilfe“), bewegen sich dabei aber nie sehr weit weg vom Mainstream und einer gewissen Grundeingängigkeit. Wirklich außergewöhnlich ist dies leider nicht.

Bleiben noch die Texte, mit denen sich AK4711 von der Masse abheben könnten. Schließlich wird deutsch gesungen, was in Zeiten von Wir Sind Helden, Silbermond, Juli, Mia und Christina Stürmer perfekt passt. Doch weder Wortwitz der Marke „Kein schönerer Land“, Gesellschaftskritik („Geld“), Männeranmache („Ich mach dich“), noch die obligatorischen Liebeslieder können auf Dauer überzeugen. Beim ersten Mal sind die Texte noch recht interessant, doch danach gibt es nichts mehr zu entdecken. Das gilt auch für die Musik.

Anspieltipps:

  • Rock
  • Sexappeal
  • Erste Hilfe
  • Katalysator
  • Kein schönerer Land
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