The Ashes Of Creation - First Breath After Coma - Cover
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The Ashes Of Creation First Breath After Coma


  • Label: Capitol East Road Records
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Debütalbum „The Porcelain Songs“ von The Ashes Of Creation löste alles andere als euphorische Gefühle beim Rezensenten aus. Doch bleibende Schäden blieben zum Glück aus. Aber jetzt flattert mit „First Breath After Coma“ der Zweitling der sieben Musiker auf den Tisch. Da stellt sich die bange Frage, ob sich der Sound inzwischen zum Guten gewandelt hat, oder ob nach dem Genuss der 13 Tracks tatsächlich auf den ersten Atemzug nach dem Koma gehofft werden muss.

Gespannte Erwartungen gehen dieser CD also voraus. Doch nach dem ersten Hördurchgang kann Entwarnung gegeben werden. The Ashes Of Creation haben sich deutlich weiterentwickelt und ein interessantes Werk zwischen Pop, Folk und Prog-Rock eingespielt. Das Label bezeichnet dies immer noch als „Pop Noir“. Okay, wenn sie mögen, tun wir das auch. Aber Vergleiche mit King Crimson, Bright Eyes und Franz Ferdinand verbitten wir uns. Da ist die Presseinfo eindeutig übers Ziel hinausgeschossen. Sei’s drum. Denkt man sich diesen Quatsch weg, bleiben nämlich eine paar ziemlich starke Songs übrig.

Okay, die nervtötende Flöte, gespielt von Alexandra Boxberger, ist immer noch da, allerdings nicht mehr ganz so penetrant in die Vordergrund gemischt. Sie fügt sich nun behutsam in die Songstrukturen ein, ohne diese „aufzuweichen“. Dazu gesellen sich abwechselnd echte Rock- („Tom thumb“) und Akustikgitarren („Walk“), um die herum nette Synthesizersounds geflochten wurden.

Das hat eine ganz andere Qualität als noch auf „The Porcelain Songs“. Zwar finden sich auch auf „First Breath After Coma“ ein paar komische Betroffenheitslieder („Kate“), ganz und gar schreckliche Nu-Metal-meets-Panflöte-Ausflüge („Nocturne“), ein misslungener Gothic-Opener („77 Barton street“), sowie eine (witzig gemeinte?) Adriano-Celentano-Nachahmung („Permanent“). Aber unterm Strich ist das Ergebnis um Welten besser, als auf dem Debüt.

Anspieltipps:

  • Hamburg
  • Tom thumb
  • In the forest
  • A closer draw
  • The perfect enemy
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