Christian Walz - Paint By Numbers - Cover
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Christian Walz Paint By Numbers


  • Label: Ariola/SonyBMG
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Während Christian Walz in Deutschland noch weitgehend unbekannt ist, hat er es in Schweden mit seinem zweiten Longplayer „Paint By Numbers“ bereits zu Gold und einem Grammy gebracht. Seine Singles laufen bei den Radiostationen hoch und runter und wenn der 26-jährige Durchstarter Konzerte spielt, steigen die Verkaufszahlen seiner CDs stets immens an. Nun ist es auch in Deutschland soweit, Herr Walz ist bereit, den Rest der Welt von sich zu überzeugen.

Es lässt sich eine überraschende Frische feststellen, die einen während des gesamten Albums nahezu anspringt. Elemente der verschiedensten Musikrichtungen mischen sich in die Songs und schaffen so eine kreative Klangbahn, die man so selten oder noch nie gehört hat. Pop, Reggae, Soul, Rock, R&B geben sich ohne Zickereien die Klinke in die Hand. Dieser Sound war beabsichtigt. Für Christian Walz sei es wichtig, neue Emotionen in den Menschen hervorzurufen und nicht schon einmal ausgelöste Gefühle aufzuwärmen. Auch wenn das bedeute, dass man seine Musik ein paar Mal hören muss, um sich reinzufühlen; es würde sich lohnen.

Und tatsächlich dürften an diesem Album viele Menschen ihre Freude haben. Für Effektfreunde hat Christian ganz tief in die Spielzeugkiste gegriffen, ein Sausen hier, ein Bummern da drückt jedem Titel seinen individuellen Stempel auf. Es darf auch ganz ungeniert getanzt werden, ob nun spielerisch durch die Wohnung („You Look All The Same“, „I Will Let You Down“) oder Slow-mo bei Kerzenschein („Sunday Morning Breakup“). Auch Seelen mit Hang zu sanften, herzerweichenden, fast boygroupartigen Stimmen können sich diese CD in ihre Sammlung stellen („Never Be Afraid Again“).

Schnell wird klar, warum man sich bei den Singles unter Anderem für „Wonderchild“ entschieden hat, denn dieser Song hat einen schnell angreifenden Ohrwurmcharakter. Außerdem spiegelt „Wonderchild“ ausgezeichnet den Gesamtcharakter des Albums wieder. Aber auch seine Balladen verlieren ihre Wirkung nicht, denn Christian Walz geht nicht in seinem Leiden unter, sondern hebt durch Effektelemente Passagen heraus, unterstreicht den Refrain, nimmt die Strophen zurück oder macht sie anders besonders („Die“).

Nach elf Songs und einer Reise durch alle Spektren der Gefühle, die es in der Popwelt zu durchleben gibt, macht sich eine innere Freude breit. Freude darüber, dass das Album den Weg zu uns nach Deutschland gefunden hat. Und mit der Hoffnung, dass man von diesem jungen Mann bald noch mehr hören wird, drückt man gleich noch einmal auf den Startknopf des CD-Players.

Anspieltipps:

  • Hit 'N Run
  • Sunday Morning Breakup
  • Wonderchild
  • Die
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