Gamine - Sabotage - Cover
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Gamine Sabotage


  • Label: Flower Shop Records
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Französin Claudia Barton (Gesang) und der Engländer Ian Williams (Piano) bilden das Herzstück der Band Gamine, die mindestens noch ein halbes Dutzend weiterer Musiker um sich schart. Gemeinsam machen die Damen und Herren schwebend leichten Barjazz mit Chansoncharakter. Ihr Debütalbum „Sabotage“ – aufgenommen in einem Chateau in Frankreich – erschien im Februar 2003 auf dem bandeigenen Label Slaughterback und erhielt in England hervorragende Presse. Robin Proper-Sheppard, Mastermind der Band Sophia und Plattenlabel-Boss von Flower Shop Records (Elevate, Copenhagen, The Chap, The May Queens) hörte die Platte und schloss mit Gamine einen weltweiten Vertriebsdeal.

Das Album wurde für die Neuveröffentlichung um drei Songs und einen Kurzfilm („Oh, Mon Chéri!“) erweitert und steht ab Mitte Februar in den Regalen. Es besteht aus 12 Pianoballaden (plus einem Remix), bei denen andere Instrumente nur wenig Chancen haben. Hier und da hört man eine Trompete, ein leises Schlagzeug oder eine Violine, das war’s dann aber auch schon. Claudia Barton singt im Stile einer Chanteuse mit kindlicher Stimme über Beziehungen, Stimmungen und Erinnerungen. Das ist vor allem melancholisch und mitunter auch düster und deshalb nichts für depressive Menschen.

Irgendwie meint man ständig, es handele sich bei „Sabotage“ um den Soundtrack eines Film-Noir-Klassikers, der erst jetzt aufgetaucht ist. Die Musik ist atmosphärisch dicht und arbeitet sich scheinbar durch einen imaginären Schleier aus Zigarettenqualm und dem Klirren von Gläsern in einer Lounge Bar. Bittersüße Melodien erfüllen den Raum und nehmen den Hörer mit in eine andere Welt, wie in einem Rausch nach einem guten, aber schweren Rotwein.

Anspieltipps:

  • Blue it is
  • A good hand
  • Street in Manhattan
  • Oh, what a kiss! (Remix)
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