DJ Shog - My Sound - Cover
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DJ Shog My Sound


  • Label: BMG Media/SonyBMG
  • Laufzeit: 76 Minuten
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1/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Für die Ankündigung dieses wirklich grandiosen und niemals langweiligen Werkes hat sich die Plattenfirma wieder enorm ins Zeug gelegt: „Endlich: das heiß ersehnte erste Album von Trance-Meister DJ SHOG ist da! Nach Hits wie „Running Water“, „Live 4 Music“ und „Another World“ wurden die Rufe der Fans nach einem DJ SHOG Album immer lauter.“ Wow, wenn das mal nicht das Album des Jahres wird! Dummerweise fallen einem beim Hören gleich mehrere Dinge auf, die massiv dagegen sprechen und die zitierten Zeilen in der Luft verdampfen lassen. Dabei beginnt alles recht vielversprechend.

Track Nummer eins, „Jealousy“, bedient sich zwar an einem schwachen und ausgelutschten 80-er Jahre Sample, wird aber nach dem inbrünstig vorgetragenen Text, der natürlich (wie sollte es anders sein) in diesem Genre von belanglosem Herz-Schmerz handelt, richtig tanzbar und eine gewisse Zuneigung kann trotz des Baukastenprinzips (für kommerzielle Trance-Tracks) durchaus festgestellt werden. Dummerweise war’s das auch schon, denn der Rest der Platte versucht erst gar nicht Abwechslung oder Sehnsucht nach Stroboskop und Schwarzlicht zu schüren. Vielmehr klingen die restlichen 13 Stücke („This is my sound“ ist komplett unnötig noch mal in einem Remix vorhanden) wie eine schlecht gelaunte Auftragsarbeit um die Fans abzufertigen.

Was Sven Greiner, so heißt DJ Shog in seinem Reisepass, auf „My Sound“ wirklich beherrscht, sind die Intros für die jeweiligen Tracks. Diese beginnen, abgesehen von ein paar Ausnahmen, sehr stilvoll und führen den Hörer konsequent bis zum Einsetzen des Basses, der im weichen bis leicht harten Bereich angesiedelt ist, an der Hand auf die Tanzfläche und lassen ihn dann dort förmlich im Trockenen stehen, denn spätestens nach einer halben Minute hört sich Track 6 wie Track 5 an, Track 5 erinnert an Track 4 und so weiter. Sicher fällt niemanden in der Disco auf, wenn der gute Sven ein Lied von sich zwischen angesagte Floorfiller mischt, denn alleine sind die Stücke bestens zu gebrauchen.

Das Problem ist leider, dass sie hier als Massenware gebündelt auftreten und bestenfalls ein Gähnen oder einen eingeschlafenen Fuß hervorrufen. Für alle professionellen oder Möchtegern-DJ´s bringt Herr Greiner seine frisch gepresste Scheibe auch auf 2 Vinyl-Ep´s heraus und das sollte nach eigener Aussage „dann für eine gewisse Zeit reichen.“ Etwas besseres kann man sich nach diesem uninspirierten Scherz von einer Platte auch nicht wünschen.

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